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1953: Fünfzehntes Heft
Entstehung
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Mitteilungen und Berichte

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L'20000 Volt-Druckluftsehalter, die Kondensatorenbatterie zur Verbesserung des Leistungsfaktors und die drei Transformatoren von je 15000 kVA für das 00 000 Volt-Netz für Niederösterreich. Anschließend wurde die

Burg Kreuz en st ein in Korneuburg

besucht, die mit ihrer reichen von Graf Hans Wilczek angelegten Sammlung . viel Begeisterung fand.

T a u e r n k r a f t w e r k K a i> r u n.

Mit Bewilligung von Generaldirektor Dr. Jakob Kroupa konnten unter der Leitung von Dipl.-lng. Bürgstaller die Baustellen der Tauernkraftwerke be­sichtigt werden. Vom Kesselfallhaus aus wurde durch den Kabelstollen zur Liinbergsperre aufgefahren und dort die Staumauer, auch im Innern, sowie der Ausbau der Oberstufe Ivaprun besichtigt. Die Teilnehmer wurden daraufhin mit Auto und Seilbahn zur Baustelle Mooserboden geführt. Schließlich erfolgte die Besichtigung des Krafthauses Kaprun-Hauptstufe, bei der Schaltmeister Toifl in lebendiger Weise die Führung durch diesen Eckpfeiler des österreichischen Verbundnetzes leitete. Diese gigantischen Ingenieurleistungen legten Zeugnis ab für den starken Aufbauwillen Österreichs und erregten die größte Bewun­derung der Teilnehmer.

Den Abschluß bildete die interessante Besichtigung der

E1 in-Werke in Weiz.

Nach dem Empfang durch Direktor Dipl.-lng. Franz Stockreiter wurde die Exkursion durch Dipl.-lng. Karl Deppich in ausführlicher Weise durch dieses größte Elektrounternehmen Österreichs, dessen ltuf Großaufträge aus der ganzen Welt nach Österreich eingebracht hat, geführt.

Außer den wissenschaftlichen Referaten und den Besichtigungen von öster­reichischen Industriewerken bot eine zwanglose Zusammenkunft im Rathaus­keller des Neuen Wiener Rathauses sowie ein gemütlicher Abend am Kahlen­berg den Kongreßteilnehmern Gelegenheit zu persönlicher Fühlungnahme. 'Mit Befriedigung konnte festgestellt werden, daß alle Teilnehmer von dem hohen Niveau der wissenschaftlichen Fachvorträge überaus beeindruckt waren. Es wurde nur mit Bedauern festgestellt, daß die Gelehrten aus dem Deutschen Reich wegen Erfüllung ihrer Wahlpflicht an diesem ersten internatio­nalenNikola Tesla-Kongreß nicht teilnehmen konnten. Dieses Be­dauern ist uns durch viele Briefe von den deutschen Fachkollegen ausgedrückt worden. Es ist daher zu erwarten, daß die nächsten Kongreßveranstaltungen auch von den Wissenschaftlern des weiteren Auslandes rege besucht werden werden. Mit diesem Wunsche und mit dem aufrichtigsten Dank an alle, die die Bestrebungen des Nikola Tesla-Kongresses unterstützt haben, schloß der Direk­tor des Technischen Museums, Dr. Josef Nagler, den ersten internationalen Nikola Tesla-Kongreß.

Als erster Widerhall dieser Tagung kann mitgeteilt werden, daß in Minnea­polis USA. eine VereinigungTesla international gegründet wurde, mit der Einladung, an dieser ebenfalls werktätig teilzunehmen.

Technikgeschiclite, 15. Heft. 8