Die Entwicklung d. Zuckererzeugung mit besonderer Berücksichtigung Österreichs 39
von Pecqueur (Abb. 3), die leicht zu reinigen waren, da die Dampfrohre, die zum Erhitzen des Saftes dienten, aus der Pfanne herausgedreht werden konnten. Durch die Röhren wurde Dampf von 2—3 at Druck geleitet.
Eine andere Vorrichtung zum Eindicken des Zuckersaftes war der Röhren Verdampfer nach Pelletan (Abb. 4), bei der der Zuckersaft über ein System waagrechter dampfbeheizter Röhren, die übereinander angeordnet waren, floß, so daß er dann unten konzentriert aufgefangen werden konnte.
Bild 5. Vacuumverdampfer um 1850. (Aus: Prechtl, Technologische Enzyklopädie.)
Die weitere Reinigung erfolgte durch eine Kohlefiltration. Früher wurde der Saft mit feingepulvertem Tierkohlenstaub und Blut erhitzt. Das Blut entfernte dann durch das Gerinnen die Kohle wieder aus dem Saft. Jetzt verwendete man bereits gekörnte Knochenkohle, die dann nach Gebrauch einer sogenannten Wiederbelebung unterzogen wurde.
Diese Filtration wurde in hohen Zylindern durchgeführt, die mit der gekörnten Knochenkohle gefüllt waren. Die früher bei den sogenannten DuMONTschen Filtern angebrachten Siebböden wurden weggelassen und dafür vor die Mündung des Abflußrohres ein Seiher gegeben. Zur Schonung des Hauptfilters wurden auch hier Vorfilter verwendet.
Zur Konzentration dieser Säfte verwendete man nun nur mehr selten kleine Kippfannen über freiem Feuer, sondern meist offene Dampfpfannen nach Pecqueur. In größeren Fabriken hatte man auch bereits Vakuumapparate in Gebrauch.
Die ersten Vakuumapparate konstruierte Howard in England, wobei das Vakuum durch Luftpumpen und durch Kondensation der Dämpfe erzeugt wurde. Die von