Aufsatz 
Die Entwicklung der Zuckererzeugung mit besonderer Berücksichtigung Österreichs / von Rolf Niederhuemer
Entstehung
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Die Entwicklung d. Zuckererzeugung mit besonderer Berücksichtigung Österreichs 43

kommt der Dünnsaft in die Mehrfachverdampfer, in denen er zu Dicksaft mit einem Zuckergehalt von 5060% eingekocht wird. Dieser Dicksaft wird im Vakum bei 70° weiter konzentriert, bis Kristalle entstehen. Es wird Dicksaft nachgezogen und weiter eingedampft, bis sich eine zähe Masse mit etw-a 6070% Kristalle und 3040% Muttersirup bildet. Diese Füllmasse wird nun in einen Trog gefüllt und gerührt, damit sie nicht erstarrt, und anschließend zentri-

(Aufnahme: Technisches Museum.)

Bild 7. Teilausschnitt des Modells einer Zuckerrübenfabrik im Technischen Museum,

Wien.

fugiert, wobei der Muttersirup abgeschleudert wird, den man noch einmal ein­kocht und zum Rohzucker II verarbeitet.

Die Raffination teilt sich in die Affination bei der der Zucker nur mit reiner Zuckerlösung eingemaischt und zentrifugiert und in den Zentrifugen mit Wasser oder Dampf gedeckt wird und in die eigentliche Raffination. Dabei wird der Rohzucker zu Sirup gelöst, noch einmal mit Kalkmilch und Kohlensäure behandelt und dann zur vollkommenen Entfärbung durch Carbofilter (Aktivkohle) filtriert und in Vakuumkocher wieder eingedampft. Daraus w ird nun Kristallzucker, Würfel­oder Staubzucker (gemahlene Raffinade) hergestellt.

Diese Arbeitsgänge einer modernen Zuckerfabrik können an einem großen und übersichtlichen Modell der Leopoldsdorfer Zuckerfabrik im Technischen Museum Technikgeschichte, 17. Heft.

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