Georg Agricola
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die in den höchsten Bergen betrieben werden“, vermessen wird, kann vielleicht vermutet werden, daß es sich um einen Tiroler Einbussolenkompaß mit drehbarer Regel 'handelt. Schinzeuge, die damals ebenfalls schon im österreichischen Bergbau stark verwendet wurden, kennt jedoch Agricola nicht. Auch erwähnt er nicht die österreichischen Salzbergbaue.
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Bild 11. Christoph Weitmoser (1506—1558). Nach einem alten Ölgemälde.
Außer diesen sachlichen Beziehungen ist noch eine persönliche Beziehung zu Österreich zu erwähnen, die darin besteht, daß Philipp Bech, der Baseler Übersetzer der lateinischen „De re metallica“-Ausgabe ins Deutsche, dieses im Jahr 1557 erschienene Buch dem Gasteiner Gewerken Christoph Weitmoser (Bild 11) widmete. In einer langatmigen Vorrede, wo er auch auf den Wert und Unwert des Bergbaus eingeht, wird zum Schluß die Widmung dieses Werkes an den mächtigen Gasteiner Bergbautreibenden ausgesprochen und damit begründet, daß das Buch auch für den Gasteiner Bergbau von Bedeutung sein könne, und Bech zudem der Lehrer der beiden Söhne Weitmosers war. Christoph Weitmoser lebte von 1506 bis