Aufsatz 
Die Entwicklung der Oxygenstahlverfahren / von O. Cuscoleca und H. Trenkler
Entstehung
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O. Cuscoleca und H. Trenkler

Gründen besonders hohe Schrottsätze bester Qualität. Der Schrottanteil in allen Martinöfen Österreichs lag damit schon an der untersten wirtschaftlich tragbaren Grenze. Während die Hochöfen in Westeuropa und USA noch bis zu 20% des Ein­satzes Schrott setzten, mußten die österreichischen Eisenwerke nicht nur auf diese Vorteile verzichten, sondern hatten schon für die Stahlerzeugung zu wenig Schrott. Eine Erhöhung der Elektrostahlerzeugung konnte daher von vornherein aus Gründen

1000

Tonnen/Jahr

Rohsiahl

Fremd- r EigeruchroH SchroHaufbringen Elektrosbahl ___

133233 3*35363733 *6 *7 *3 *9 5051 52 53 5*1955

Bild 1. Rohstahlerzeugung und Schrottauf bringen.

der Schrott Versorgung nicht ins Auge gefaßt werden. Anfangs stand auch die ge­ringe Stromdarbietung diesem Plan entgegen.

Einer Ausweitung auf der Siemens-Martin-Seite stand neben der Schrottsituation auch noch der lange Zeit nach Kriegsende nicht gesicherte Bezug inländischen Heizöles und die knappe Versorgung mit heimischer Generatorenkohle entgegen.

Die österreichische Stahlindustrie wäre aus dieser Situation heraus am Ende der Überlegungen einer Erhöhung der Stahlerzeugung gewesen, wäre es nicht ge­lungen, in Entwicklung befindliche Ideen zusammenzutragen, diese mit eigenen Ideen zu verbinden und nach ausgedehnten Versuchen ein vollkommen neues Stahl- herstellungsverf^hren erstmalig in Betrieb zu nehmen. Der Weg, der zu dieser Ent­wicklung führte, war ein langer.

Das Bessemer- Verfahren hatte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts langsam in Europa auf der Basis phosphorarmer Erze, vor allem in England, Schwe-