Aus der Frühzeit der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft
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Schwierigkeiten wegen der Kontumaz ergeben. Unterhalb folgen die Stromschnellen von Izlas (46 km), Tachtalia (47 km), Greben (50 km), Svinita (53 km) und Jucz (61 km), deren Strömungen, meint der Berichterstatter, wenn sie auch sehr groß sind, doch von den Schiffen mit eigener Kraft überwunden werden können. Allenfalls müßten Pferde oder Ochsen vorgespannt werden. Am Abend wurde Plawischkowitza (72 km) erreicht. Hier trafen Nose und Rau den bekannten Ingenieur Paul Väsärhelyi, der damals im Aufträge des Grafen Stephan Szechenyi an seinem umfassenden Plane über die Beseitigung der Schiffahrts-
Bild 3. Dampfer „Argo“ der Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft (1834).
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hindernisse in der Kataraktenstrecke arbeitete, welcher in der Folgezeit die Grundlage für alle weiteren Entwürfe bildete. Am nächsten Tage zu Mittag wurde Orsowa (94 km) erreicht.
Nose und Rau konnten bereits am 3. September um 9 1 / 2 Uhr von Orsowa weiterfahren. Um 10y 2 Uhr durchfuhren sie das Eiserne Tor und landeten um 11 Uhr 50 Minuten in dem 21km von Orsowa entfernten Skela Cladowa. Im Eisernen Tor lag das gescheiterte Kohlenschiff „Prizren“, das gänzlich verloren war. Die ungarischen Schiffleute hatten ihre Pelze verloren und arbeiteten bloß in Hemden und weißen Hosen. In Skela Cladowa hätte die ,,Argo“ bereits von unten angekommen sein sollen, sie kam aber erst am Nachmittag an, da sie nach Angabe des Kapitäns Lehmann durch Nebel und dunkle Nächte aufgehalten worden war.
Als Winterstand für die „Argo“ sind Plätze beim Severinsturm oder in Braila (oberes beziehungsweise unteres Ende der Strecke) in Aussicht genommen. In Skela Cladowa soll ein Magazin aus den Resten des gestrandeten Schiffes „Prizren“ und anderen zusammengeschlagenen Schiffen gebaut werden. Von den Zuständen,