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1955: Siebzehntes Heft
Entstehung
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In memoriam Dr. h. c. Dr. Ing. Franz Fattinger

wirtschaftlich mögliches Herstellungsverfahren auszuarbeiten. Dies gelang ihm in verhältnismäßig kurzer Zeit. Fattinger hatte eine Reihe von Fabrikationsver- fahren eingeführt, vor allem das dann später in Treibach gehandhabte Röhrchen- Gußverfahren. Durch seine Erfindung des Streichfeuerzeuges hat er die Absatz­verhältnisse für das Cereisen wesentlich beeinflußt und einen neuen Geschäfts­zweig für die Treibacher Chemische Werke A.-G. erschlossen. In die ersten Jahre seiner Tätigkeit in Treibach fallen patentrechtliche Arbeiten, besonders war er an der Durchführung der Cereisenpatentprozesse maßgeblich beteiligt.

Neben der Produktion des Cereisens und der Feuerzeuge hat er auch die Produk­tion der Ferrolegierungen auf genommen sowie die Verwertung von Radium und Mesothorium enthaltenden Präparate und später die Elektrohütte Seebach bei Villach eingerichtet. Zur Sicherung der Strombasis ließ Fattinger die noch offenen Möglichkeiten für Großkraftwerke in Kärnten prüfen und schreitet, unterstützt durch Hofrat Dr. Ing. Franz Wallack, der als Erbauer der Großglockner-Hoch­alpenstraße bekannt ist, an den Ausbau der Mühldorf er Wasserkraftwerke, deren Präsident er war. Unter seiner Führung schaffen sich die Treibacher Chemische Werke A.-G. wieder eine eigene Fabrik in USA, Beteiligungen in Frankreich und einen Bauxit-Bergbau in Jugoslawien als Rohmaterialbasis für die auf genommene Erzeugung von Elektro-Schmelzzement.

1938 erwirbt Dr. Franz Fattinger das Gut Stübing bei Graz. Dort begründet er die Fattinger Kommanditgesellschaft, die auf dem Gebiete des chemischen Sek­tors vor allem Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel erzeugt und vertreibt, weiters ein Sägewerk und eine Holzwarenerzeugung besitzt.