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1955: Siebzehntes Heft
Entstehung
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Fritz Sykora

seiner Meinung über die Maschinen Ausdruck, von der man wohl sagen kann, daß sie Allgemeingültigkeit besitzt:Maschinen sind weder gut noch böse. Sie werden zum Heil oder zum Verderben der Menschen angesetzt. Das war immer so und wird stets so bleiben. Besonders hervorzuheben wäre noch die außergewöhnliche Aus­stattung des Buches.

Unter den Veröffentlichungen auf dem Gebiete der Geschichte des Verkehrs­maschinenbaues sei zunächst verwiesen auf ein Sonderheft der ZeitschriftEisen­bahn 2 über die Entwicklung der Elektrovollbahnlokomotiven in Österreich und Deutschland. Nach einer einleitenden kurzen Betrachtung über die Anfänge des Elektrolokomotivbaues in aller Welt und einer Beschreibung der verschiedenen elektrischen Systeme, die ursprünglich in Erwägung gezogen wurden, findet man eine umfassende Aufzählung und Beschreibung, sowohl in konstruktiver als auch in betriebstechnischer Hinsicht nicht nur der tatsächlich gebauten, sondern auch der projektierten Elektrolokomotiven. Die Schrift ist mit außergewöhnlich viel Typenskizzen auch von den oben erwähnten Projekten und zahlreichen Bildern illustriert. Sie gibt einen wohl lückenlosen Überblick über die Entwicklung, der noch ergänzt wird durch einen ausführlichen statistischen Anhang mit den Daten der Lokomotiven. Dieses schöne Sonderheft wird sicherlich bei den zahlreichen Freunden des Eisenbahnwesens den verdienten Anklang finden.

Ein zweites Buch auf dem Gebiete des Verkehrswesens,Die Schiffahrt und Flößerei im Raume der oberen Donau von Neweklowsky 3 , der als ehemaliger Strombauleiter sich in dankenswerter Weise entschloß, seine beruflichen Erfahrungen und besonders auch die wertvollen Ergebnisse langjähriger Forschertätigkeit zu veröffentlichen, verdient ob seines umfassenden Inhaltes besondere Beachtung. Der erste Band behandelt die Flußschiffahrt von der Urzeit bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Außer den technischen Einzelheiten der zahlreichen heute nicht mehr vorhandenen Fahrzeugtypen werden die verschiedenen Arten der ehemaligen Schiffahrt auf der Donau und ihrer Nebenflüsse beschrieben. Die Eigenheiten der Gewässer, besonders im Hinblick auf die Schiffahrt, werden in einem eigenen Haupt­stück auf gezeigt.

Im zweiten Band wird die Entwicklung der Kraftschiffahrt von ihren ersten Anfängen am Beginne des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart besprochen. Ferner sind darin noch drei weitere Hauptstücke als Ergebnisse volkskundlicher For­schungen enthalten; sie berichten über die Schiffleute und ihr Brauchtum, über Kunstwerke, die ihre Arbeit sowie ihre Fahrzeuge zeigen und nicht zuletzt auch über die Schiffahrtssprache und zahllose mundartliche Eigenheiten, so daß dieses Werk auch außerhalb der für Schiffahrtstechnik interessierten Kreise Beachtung verdient. Sorgfältige Literaturhinweise sowie ein ausführlicher Quellennachweis im An­hang sind für weitere Arbeiten von Wert. Das Auffinden einzelner Stellen erleichtert

2 Hanns Stockklausner: 50 Jahre Elektro-Vollbahnlokomotiven in Österreich und Deutschland (SonderheftEisenbahn). Zeitschriftenverlag Ployer & Co., Wien 1952.

3 Ernst Neweklowsky : Die Schiffahrt und Flößerei im Raume der oberen Donau. Nr. 5 und 6 der Schriftenreihe des Institutes für Landeskunde von Oberösterreich. Her­ausgegeben von Dr. Franz Pfeffer. Oberösterreichischer Landesverlag, Bd. 1 Linz I9p2, Bd. 2 Linz 1954.