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Fritz Sykora
Erzeugnis des erst im Jahre 1947 auf genommenen Pressenbaues. Erfreulich, daß auch in dieser Firma den sozialen Einrichtungen ein besonderes Augenmerk zugewandt wird.
Auf eine alte Tradition kann auch die Maschinenfabrik Oerlikon 32 zurückblicken, die im Jahre 1951 anläßlich des 75jährigen Bestandes eine Jubiläumsschrift herausgegeben hat. Es gefällt uns besonders, daß bereits der erste Artikel nach dem Geleit den „Menschlichen Beziehungen“ gewidmet ist. Es folgen Aufsätze über die betriebliche Organisation der Firma sowie zwei Beiträge, die sich mit Forschung und Entwicklung beschäftigen, wie sie in großen und gut geführten Unternehmungen eine Selbstverständlichkeit sind. Den größten Teil der Festschrift nehmen die Aufsätze über die Entwicklung und Entstehung der einzelnen Fabrikationszweige ein: große elektrische Maschinen, Kleinmaschinen und Antriebe, Apparate für Motoren, Spezialprodukte wie Schweißgeräte usw\, Transformatoren, Hochspannungsapparate, Spezialapparate wie Stufenschalter, Betriebsüberwachung durch Schalttafeln und automatische Regler, Gleichrichter und Elektrolyseure, Dampfturbinen, die Oerlikon- Gasturbine sowie die elektrische Traktion einschließlich der bekannten Girofahrzeuge. Die Autoren der einzelnen interessanten, reich bebilderten Beiträge sind durchwegs hervorragende Fachleute.
Der inzwischen verstorbene Direktor Krahn ist der Verfasser der Jubiläumsschrift der Schorch-Werke 33 , in deren Textteil er die wichtigsten Phasen der Entwicklung dieser Elektrofirma so interessant und flüssig schildert, daß der Leser buchstäblich davon überzeugt ist, daß keine wesentliche Sache weggelassen und kein unnötiges Wort zuviel ist. Besonders erschütternd ist das Schicksal dieser Fabrik nach dem zweiten Weltkrieg, als eine Zeitlang kein Werksangehöriger das vollkommen verwüstete Fabrikgelände betreten durfte, bis schließlich dieses Verbot gelockert wurde und 20 Leute mit den Aufräumungsarbeiten beginnen konnten und damit den Wiederaufbau eines Werkes in die Wege leiteten, dessen Belegschaft heute nach Hunderten zählt. Die äußerst zahlreichen Bilder rücken beachtlicherweise das künstlerische Moment bei der Betrachtung der Technik in den Vordergrund. Den Abschluß der Jubiläumschrift bildet eine Übersicht über das F ertigungspr ogr amm.
Die Firma Scheiber & Kwaysser 34 , ein gesunder elektrotechnischer -Mittelbetrieb, dessen Gründung mit den praktischen Anfängen der Starkstromtechnik in größerem Stil zusammenfällt, hat anläßlich des 60jährigen Bestandes eine Festschrift herausgegeben. Sie enthält die Geschichte der Entwicklung der Fabrik, zum Teil an Hand des Lebenslaufes der leitenden Männer von einst und jetzt. Wir freuen uns sehr über den Beitrag „Human relations — seit 60 Jahren“, der die menschliche Verbundenheit der Betriebsführung mit der Arbeiterschaft zum Ausdruck bringt, sowie über die Ehrung der Arbeitsjubilare. Es folgen hervorragende, zum Großteil
32 75 Jahre Maschinenfabrik Oerlikon, 1876—1951. Druck Ringier & Co. AG., Zofingen 1951.
33 Anton Krahn : 70 Jahre Schorch, 1882—1952. Selbstverlag der Schorch-Werke AG. , Rheydt 1952.
34 60 Jahre Schaltgerätebau Scheiber & Kwaysser. Herausg. von Robert Edler, Verjag Julius Dressier, Wien 1953.