Heft 
2020: Band 82 (2020): Mensch & Maschine
Entstehung
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Der zweite Beitrag thematisiert die Wechselbeziehung zwischen Menschen und Robotern. Nach einem kurzen Überblick über die Entwicklung sowie den aktuellen Forschungsstand der Mensch-Roboter-Interaktion gibt die Autorin, Astrid Weiss, Einblicke in verschiedene Forschungsprojekte. Es be­steht ein wesentlicher Unterschied nicht nur zwischen Robotern, die etwa in Verarbeitungslinien in Fabriken fix verbaut sind, und frei beweglichen As­sistenzrobotern, sondern auch bei den Menschen, die mit ihnen arbeiten. Die Gegebenheiten müssen demnach nicht nur den jeweiligen Robotern an­gepasst werden, sondern auch den menschlichen Akteurjnnen, zumal auch die Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Beforschten von großer Bedeutung ist.

Wie die Zukunft des digitalen Spiels aussehen könnte, dieser Frage geht Simone Kriglstein nach. Zunächst stellt sie verschiedene Methoden der Spielanalyse vor; diese reichen von der Befragung der Spielerjnnen mittels Fragebögen bis hin zu Körpermessungen. Statt realer Akteurjnnen kann aber auch künstliche Intelligenz eingesetzt werden. Die Ergebnisse dieser Analysen unterstützen die weitere Forschung, jedoch ist die richtige Inter­pretation ausschlaggebend. Bei zahlreichen Spielen wird die analoge mit der digitalen Welt verwoben, wie etwa durch den Einsatz von Wearables oder mittels GPS- oder Kompassdaten. Neben dem eigentlichen Spaß beim Spielen soll auch ein bestimmter Mehrwert erreicht werden, zum Beispiel ein verbessertes Körpergefühl oder Einblicke in die Funktionen des eigenen Körpers.

Christian Stadelmann beleuchtet eine maschinelle Schöpfung der beson­deren Art: dieSexroboter. Schon früh war das Bedürfnis entstanden, ein möglichst naturgetreues Abbild des Menschen nach den persönlichen Wün­schen herzustellen, wobei die technische Machbarkeit der Phantasie nach wie vor hinterherhinkt. Die mediale Berichterstattung der letzten Jahre schürt Erwartungen und verspricht die Erfüllung der verschiedensten Wünsche; tatsächlich beschränken sich die Funktionen vonSexrobotern jedoch nur auf wenige bestimmte Details. Während die universitäre Forschung zu Pfle­ge- oder Arbeitsrobotern jederzeit überprüfbar ist, bleibt die Technik, die in Sexrobotern steckt, weitgehend im Dunklen.

In der Museumsrubrik berichtet Sophie Gerber vom WorkshopOuter Edge. Queer(y)ing STEM Collections. Dieser war der letzte, der noch knapp vor der Schließung im März 2020 vor Ort im Technischen Museum Wien statt­finden konnte. Es wurden internationale Praxisbeispiele präsentiert und mit

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