Menschen und Roboter in Interaktion
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Abb. 4 Der Hobbit Roboter in seinen Ausbaustufen (vlnr): (1) Hobbit PT1 ohne Verkleidung, (2) Hobbit PT 1 wie er in den Laborstudien zum Einsatz kam; (3) Hobbit PT2 wie er in den Feldstudien zum Einsatz kam, © TU Wien
zudrücken, dafür gab es aber kaum Gelegenheit, andere für sie wichtige Themen anzusprechen. Die Teilnehmerjnnen fungierten in erster Linie als Informantjn- nen des Forschungsteams und nicht als aktive Mitgestalterjnnen des Projekts. Dies wurde von einigen Personen, die an verschiedenen Aktivitäten und Studien teilnahmen, auch kritisch angemerkt, weil sie das Gefühl hatten, dass ihre Stimmen nicht ausreichend gehört wurden. Mit anderen Worten: Kritische Teile der traditionellen Nutzerjnnen-Beteiligung in der MRI-Forschung sind der Übergang von Wissen von einer Ausbaustufe des Roboters zur nächsten und die Methode wie dieses Wissen in die Roboterentwicklung integriert werden kann (Abb. 4). Um Hobbit schließlich außerhalb einer kontrollierten Laborsituation zu evaluieren, wurden mit der PT2 Plattform in Österreich, Griechenland und Schweden Feldversuche durchgeführt. 53 Die Versuche liefen parallel mit fünf Robotern und dauerten etwa 21 Tage für jeden der 18 Haushalte (insgesamt 371 Testtage). Hobbit wurde dazu in den privaten Haushalt eines älteren Menschen, der alleine lebte, gebracht. Die Teilnehmerjnnen der Feldstudie konnten rund um die Uhr mit dem Roboter interagieren ohne die Anwesenheit von For-
53 Bajones, Fischinger, Weiss, siehe Anmerkung 51.
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