Die Technische Stadt
Abb. 1 Ausstellungsgelände in Dresden, Bildpostkarte, 1928 Quelle: Sammlung Peter Payer
sucherzahlen waren stets beeindruckend und reichten von 750.000 bis über drei Millionen, wobei man das Ausstellungsareal mitunter beträchtlich erweiterte und auch den angrenzenden Großen Garten miteinbezog. Oft entstanden dabei architektonisch dominante Bauwerke, die das Gelände prägten, von festen Gebäuden, die über Jahre hinweg benutzbar waren bis hin zu Leichtbauten, die nur für eine bestimmte Ausstellung verwendet werden konnten. Etwa der „Grüne Dom“ (1926), ein begrünter Turm von 30 Meter Höhe, oder der 43 Meter hohe Turm der Presse, genannt „Der sprechende Turm“ (1 927). Begleitet wurden die Schauen stets von fachspezifischen Tagungen und Kongressen. 11 Die von 1 6. Mai bis 30. September 1928 laufende 7. Jahresschau Deutscher Arbeit folgte mit ihrem Titel „Die Technische Stadt“ dem urbanistischen Leitbild vergangener Jahrzehnte. Erneut stellte man ingenieurtechnische Strategien zur Lösung aktueller und künftiger Stadtprobleme in den Mittelpunkt, ergänzt um grundsätzliche Überlegungen zum Verhältnis von Mensch und Technik. Aktueller Anlass war die Hundertjahrfeier der Sächsischen Technischen Hochschule in Dresden. Der geschäftsführende Direktor der Jahresschau, Carlwalter Straßhausen, fasste die Ziele der groß angelegten Veranstaltung folgendermaßen
11 Heidrun Reim: Jahresschauen Deutscher Arbeit in der Tradition Dresdner Ausstellungen, in: Stadtmuseum Dresden (Hg.): Dresdner Geschichtsbuch 4. Altenburg 1998, S. 123-133.
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