Die Technische Stadt
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Abb. 2 Ausstellungsbereich Elektrizität: Straßen- und Untergrundbahnen, Bildpostkarte, 1928 Quelle: Sammlung Peter Payer
tekten Wolf und Arlt. Die für eine Million Einwohner konzipierte Phantasiestadt wies einen kreisförmigen Grundriss auf, mit konzentrischen Ringen in mehrgeschossiger und geschlossener Bauweise, durchschnitten von mehreren Ring- und Radialstraßen, ganz in der Tradition der schon zur Jahrhundertwende von Otto Wagner erdachten Idealstadt.
Die einzelnen Räume waren anschaulich und für die Besucherinnen durchaus abwechslungsreich gestaltet. So konnte man zahlreiche Modelle bestaunen (neben dem einer ganzen Stadt auch von Einzelgebäuden, Kraftwerken, elektrischen Straßen- und Untergrundbahnen), dazu auch Pläne und technische Zeichnungen, Leitungsrohre und Kanalprofile in Originalgröße, Straßenlampen, Verkehrszeichen und Signalanlagen, Fernsprechzellen, eine „Autoanrufzelle für Kraftdroschken“, Schnelltelegraphen, Müllsammelgefäße, Feuerschutzeinrichtungen bis hin zu einer elektrischen Schnittlokomotive und einer Hochspannungsvorführung mit einer „1 Million Volt-Anlage“. Musterbetriebe führten live ihre elektrifizierten Arbeitsprozesse vor Augen, darunter eine Bäckerei, eine Konditorei, eine Fleischerei, eine Zahnarztpraxis und eine Großwäscherei. Ergänzend zur Hauptschau zeigte man eine Sonderausstellung der Technischen Hochschule, die neben betriebswissenschaftlichen Aspekten vor allem elektrotechnische Themenfelder sowie Spezialfragen der Metallurgie und Materialprü-
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