Zukunftsorientiertes und innovatives Bauen
• Erneuerbare Energien und C0 2 -Management
• Verantwortlicher Umgang mit Wasser
• Soziale Fairness
Wenn die einzelnen Materialien wieder leicht voneinander getrennt werden können ist eine Weiternutzung oder Recycling einfach. Schwieriger ist die Vorgangsweise bei Verbundwerkstoffen und zwar aus ökonomischen und nicht aus technischen Gründen. Wertvolle Metalle wurden schon immer durch Einschmelzen zu neuen Produkten, da dieses Verfahren weniger Energie benötigt als die Gewinnung neuer Metalle aus Erzen. Daher ist es auch ökologisch sinnvoll alten Stahlbeton zu schreddern und so Stahl und Beton wieder zu trennen, vor allem, wenn der gebrochene Beton wieder als Zuschlagstoff für neuen Beton verwendet werden kann. Auch für ein häufig genutztes und immer wieder kritisch betrachtetes Material, den Dämmstoff EPS/XPS, wurde in Holland ein geschlossenes Kreislaufsystem (EPS-Loop) gestartet. 10 Für alle Kunststoffe gäbe es technische Möglichkeiten zum Recycling, es ist aber selten auch ökonomisch durchführbar.
An der Entwicklung neuer Herstellungstechnologien sowie neuer innovativer Baustoffe und Baukonstruktionen aus ökonomisch und ökologisch günstigen und gesundheitlich unbedenklichen Rohstoffen, die später auch recycelt oder problemlos deponiert werden können, arbeiten derzeit viele Wissenschaft- lerlnnen und Unternehmen. Im Herstellungsprozess sollen Abfälle reduziert werden oder eine andere Nutzung bekommen und auch die freigesetzte Energie soll weiter genutzt werden. Die so hergestellten Baumaterialien sollen dann im Gebäude ein gesundes und behagliches Raum- und Umgebungsklima ermöglichen, sie sollen aber auch dauerhaft und preisgünstig sein. Damit zielt das zukunftsorientierte Bauen und Sanieren auf eine konkrete Verbesserung der Lebensqualität der Gebäudenutzerinnen und Stadtbewohnerinnen ab.
Beim nachhaltigen und zukunftsorientierten Bau sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:
• Minimierung des Energieverbrauchs
• Minimierung des Rohstoffverbrauchs
• Möglichst geringe Transportkosten/-wege der Baustoffe und Bauteile
• Möglichkeiten der Um- und Nachnutzung
• Risikolose Rückführung aller verwendeten Materialien
10 Siehe hierzu: The PolyStyreneLoop recycling project, online unter: https://polystyreneloop.org/ und https://www.ivv.fraunhofer.de/de/forschung/verfahrensentwicklung-polymer-recycling/recy- cling-eps-abfall.html (5.2.2018)
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