Aufsatz 
Zukunftsorientiertes und innovatives Bauen / Azra Korjenic, Anna Vaskova
Entstehung
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Azra Korjenic, Anna Vaskova

Schonung von Naturräumen (bei Gewinnung und Deponierung aber auch durch flächensparendes Bauen).

Bestimmt durch den globalen Klimawandel, begrenzte Ressourcen sowie welt­weit zunehmende soziale und ökonomische Konflikte kann nachhaltiges Bauen einen wesentlichen Beitrag zur gesellschaftlichen Stabilität leisten. Folgende fünf Grundsätze fassen das zusammen:

1. Ökologisch: Die Verwendung von Materialien ihren natürlichen Eigenschaf­ten entsprechend, in Verbindung mit moderner Bautechnik, ist ökologisch nach­haltig und schafft einen ökonomischen Mehrwert.

2. Leistbar (ökonomisch): Die Aufgabe der Planerinnen ist es, die optimalen Lösungen zu finden, um ein vorgegebenes Anforderungsprofil finanzierbar zu machen. Nur wenn etwas leistbar ist, wird es auch nutzbar.

3. Innovativ: Die Rahmenbedingungen sind so anzupassen und zu erweitern, dass Gestaltungsfreiräume entstehen, in denen neue Lösungen realisiert wer­den können.

4. Integrativ: Nachhaltiges Bauen schafft Lebensräume, in denen kollegiale In­tegration stattfinden kann. Der Wille zur gemeinsamen Gestaltung eröffnet neue Chancen für eine aktive Gesellschaft.

5. Lohnend: Ohne Motivationsanreize sind nachhaltige, innovative Lösungen nicht in die Realität zu überführen. Nur wenn die Aussicht nutzbringend ist, ist man bereit, über gewohnte Strukturen hinauszugehen und Neues zu wagen. Zusätzliche Qualitäten können durch die Integration von Pflanzen in die Ge­bäude entstehen. Durch die Verwendung von ökologischen und nachwach­senden Materialien, durch Bepflanzung an der Wand- (innen und außen) und Dachkonstruktion, durch eine Kombination mit PV (Photovoltaik) etc. werden mehrere Funktionen ins Gebäude integriert: Dämmung, Klimatisierung, Lärm­schutz (Akustikaspekte), Strom und Warmwassererzeugung, Wasserverteilung etc. Eine vermehrte Sauerstoffproduktion und ein gesteigerter Kohlendioxidver­brauch tragen außerdem maßgeblich zu einem gesunden Raum- und Mikroklima und zur Reduktion der Klimawirkung bei. Diese systemische Herangehensweise stellt die Wechselwirkung zwischen Bauwerk, Gesellschaft und Umwelt in den Vordergrund und optimiert das Verhältnis von Output zu Kosten sowie die ent­stehenden Indikatoren einer Ökobilanz aus dieser gesamtheitlichen Sicht. Zukunftsorientiertes und innovatives Bauen besteht also aus multifunktionalen Systemlösungen, mit denen man Energie gewinnen, Heiz- und Kühlenergie spa­ren, Staub binden, Luftqualität erhöhen, Lärm, C0 2 und Hitzeinseln mindern kann, Überschwemmungen entgegengewirkt und zur Steigerung der Lebens-

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