Aufsatz 
Vergangenheit als Zukunft : Aspekte der Zukunft im Denkmalschutz. Grundlagen und Maßnahmen für den Erhalt von Baudenkmalen / Johannes Sima
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Johannes Sima

Abb. 6 Tausch des historischen zum normgerechten Fenster. Es wird zwar der Wärmeverlust verringert, in der Folge kommt es jedoch zu einer eklatant geringeren Belichtungsfläche, Quelle: BDA Tirol, © Walter Hauser

Von den zwei Millionen Bestandsbauten in Österreich stehen 1,3 Prozent unter Denkmalschutz. Ein Prozent der Objekte werden ständig genutzt und sind ther­misch konditioniert. Dieser Gebäudeanteil von etwa 20.000 Baudenkmalen ist nicht ausschlaggebend für die Energiebilanz des Landes. Erfolgt jedoch die energetische Optimierung in einem denkmalverträglichen Maß, kann das nicht nur eine Verbesserung der gesamten Bilanz, sondern auch die zukünftige Nut­zung und damit die gesicherte Erhaltung der Denkmale fördern und sichern. Aus diesem Hintergrund ergab sich für die Denkmalpflege die Notwendigkeit sichintensiv mit den Möglichkeiten der thermischen und technischen Gebäu­deoptimierung zu beschäftigen. Für die Baudenkmale galt es, eine Betrach­tungsweise zu etablieren, welche auf die speziellen Eigenschaften und Stärken der historischen Bauweisen eingeht und den Handlungsbedarf nicht einseitig aus Neubaunormen und standardisierten Bewertungsverfahren ableitet. Ziel ist es, den Denkmalbestand vor irreversiblen Fehlern zu bewahren. 15 Die Richtlinie zur Energieeffizienz bildet einen Leitfaden zur Anwendung jener energieeffizenzsteigernden Maßnahmen am Baudenkmal, die aus denkmalpfle­gerischer Sicht vertretbar, eingeschränkt oder gar nicht vertretbar sind. Diese

1 5 Richtlinie EE, siehe Anmerkung 13, S. 6.

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