Aufsatz 
Making als Vermittlungsmethode zur genderinklusiven Berufsorientierung : Werkstattbericht zum Forschungsprojekt "NextGenLab" / Theresa Unger
Entstehung
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ForschungsprojektNextGenLab

Vor allem wenn es um Gruppen mit eingeschränktem zeitlichen Rahmen geht, oder um die Vermittlung ganz spezifischer Produktionstechniken oder inhalt­licher Zusammenhänge - zum Beispiel für Lehrlingsgruppen oder Schulklassen - ist der Modus des offenen Betriebs, der einen hohen Betreuungsschlüssel und einen flexiblen Zeitrahmen braucht, schwierig umzusetzen. Bei Angeboten für geschlossene Gruppen umfasst die Vermittlungskonzeption also die Planung von konkreten Inhalten und Abläufen für mehrstündige Formate, in denen die Nutzer*innen einen gemeinsamen Anfangs- und Endpunkt haben, wo mitunter klarere Ziele definiert sind, und wo Gruppendynamik und vor allem auch -logistik stärker miteinbezogen werden müssen. Ein Schwerpunkt der Forschung liegt dabei aber auf der Entwicklung eines Formats, das den offenen Betrieb für die Bedürfnisse von Schulklassen und anderen Gruppen zuschneidet.

Diese Formate entstehen zum Teil in Zusammenarbeit mit Projektpartner*innen aus dem Feld Bildung und Arbeitsmarkt, um innovative, konkret wirksame und pädagogisch professionelle Instrumente der Nachwuchsförderung zu schaffen.

Nachhaltigkeit - Evaluierung und Verbreitung

Das ausgearbeitete Vermittlungsgesamtkonzept für die Testphase wird also aus unterschiedlichen Formaten in den sechs Betriebsformen, sowie einem Fortbil- dungs- und Reflexionsprogramm der Explainer*innen bestehen. Die 13-monati- ge Testphase wird von einem formativen Evaluationsprozess begleitet werden, der durch die Auswertung der durchgeführten Vermittlungen sowie durch die Befragung von Teilnehmerinnen ergründen soll, inwieweit die einzelnen Ver­mittlungsformate formal, inhaltlich und didaktisch funktionieren, wirken und angenommen werden. Ziel ist es, die erprobten Konzepte nachhaltig ins Ver­mittlungsangebot des TMW zu übernehmen und in der Strukturlandschaft der Berufsorientierung anbieten zu können. Damit dies aber nicht innerhalb der eigenen Museums- und Projektbubble bleibt, sondern auch breit in Anspruch genommen werden kann, wird besonderes Augenmerk auf die Dissemination gelegt. Auf der konkreten Ebene heißt das nicht nur die wissenschaftliche Auf­arbeitung, sondern vor allem auch die jungen Menschen, denen das Projekt dienen soll, sowie deren Eltern, Pädagog*innen und Ausbildner*innen systema­tisch und auf unterschiedlichen Kanälen über die Angebote rund ums techLAB zu informieren: über Schulen, Ausbildungsstätten und Jugendzentren, über das Familienprogramm des TMW oder über Social-Media-Kanäle, die die Jugend­lichen direkt erreichen. Ergänzend zur abschließenden Projektpublikation wird

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