Aufsatz 
Making als Vermittlungsmethode zur genderinklusiven Berufsorientierung : Werkstattbericht zum Forschungsprojekt "NextGenLab" / Theresa Unger
Entstehung
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Theresa Unger

Abb. 6 Ziel der Vermittlungen ist die Ermächtigung zum selbstständigen Umgang. © Hunger auf Kunst und Kultur/Nick Mangafas

eine Alternative zur Einzelbetreuung, die beispielsweise für Phasen mit hohem Andrang oder auch für Besucherinnen, dieanonymere Vermittlungssituationen bevorzugen, erforderlich ist. Die erste Inbetriebnahme der Geräte wird in jedem Fall von einer*m Explainerin begleitet und moderiert, mit dem Ziel, alle Arbeits­schritte kennenzulernen und letztlich auch selbständig arbeiten zu können.

Die Programmschienen und Spezialevents im offenen Betrieb sollen tieferes Eintauchen in einzelne Themengebiete oder Techniken ermöglichen, die das Arbeiten im offenen Betrieb ergänzen, und das techLAB und seine Nutzerin­nen mit frischen Impulsen versorgen. Zum Beispiel kann im Rahmen so einer Programmschiene der Fokus ganz auf eine spezielle Technik gelegt werden (beispielsweise die Einführung in eine Software oder eine spezielle Gravur-Art mit dem Lasercutter), oder es werden Makerinnen als Role Models ins tech­LAB eingeladen, um ihre Arbeitsweisen zu teilen. Durch den so entstehenden Dialog sollen diese Programmschienen auch als Plattform für den Aufbau einer Community von Makerinnen dienen. Auch hier übernehmen die Explainerin- nen die Rolle der Moderatorinnen, und schaffen die Voraussetzungen für einen lustvollen, niederschwelligen Austausch zwischenBesucherinnen undEx­pertinnen - eine Aufteilung, die unter dem Augenmerk, dass alle (potenzielle) Makerinnen sind, verschwimmt.

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