Pink ausloten
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Abb. 1 Pinke Toolbox für Werkzeuge, 2000-2008, Inv.-Nr. 100628,
Foto: Peter Sedlaczek, Technisches Museum Wien
nen wie „La Vie en rose“ (der Titel eines Liedes von Edith Piaf), das Schlagwort „think pink“ oder die sprichwörtliche „rosarote Brille“ geraten hier in semantischen Widerspruch zu schlecht gearbeiteten Werkzeugen.
Barbie Experimentierkasten (Inv.-Nr. 100871)
Anlass für den Erwerb dieses Objekts war die Initiative „Goldener Zaunpfahl - Die Rosa-Hellblau-Falle“, deren Betreiberinnen Beispiele für „negatives Gen- dermarketing“ sammeln, beispielsweise in Gestalt lustig-absurd anmutender Gegenstände, welche mit Leichtigkeit Stereotype reproduzieren. Barbie ist hier etwas fülliger geraten als das Original und trägt die weiße Kleidung einer Wissenschafterin, einige ihrer Accessoires sind pink. Ihre Forschungen widmet sie aber „weiblichen“ Domänen wie dem Make-up und der Garderobe.
Farbensammlung Pantone (Inv.-Nr. 95879)
Die Firma Pantone wurde in den 1950er-Jahren in den USA gegründet, um Farben im Vierfarbdrucksystem zu produzieren und zu klassifizieren. Dem Unternehmen gelang es, sein Wissen und seine Farbklassifizierungen zu vermarkten; damit setzte es sich gewissermaßen in den „Besitz“ von Farben. Mehrere Varianten von Pink und Rosa erzielten hohe Verkaufszahlen; im Fall eines öster-
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