Ana Daldon
Website der Stadt Wien, das der Weiterbildung der Lehrerschaft dient. 14 In diesen Zusammenhang fällt auch eine weitere klare Reflexion zum Thema „Pin- kifizierung“, in Form eines Liedes der Sängerin Suli Puschban und der „Kapelle der guten Hoffnung“ mit dem Titel „Ich hab die Schnauze voll von Rosa“. 15
Pink und Rosa in der Objektdatenbank des TMW
Im Deutschen umfasst „Pinkifizierung“ sowohl die Farben Rosa als auch Pink. In der neuen Ausgabe des Österreichischen Wörterbuchs wird Pink als „intensives, purpurnes Rosa“ definiert. 16 Die damit verbundenen Konnotationen lassen jedoch unterschiedliche Assoziationen zu: Die weichen Töne der Rose signalisieren emotionale Qualitäten, mit einer Tendenz zum Romantischen und Unterwürfigen. Die Nuance Purpur verweist dagegen auf Sexualisierung und auf soziale Kämpfe.
Im Thesaurus der Objektdatenbank des TMW waren bis vor kurzem Farben kaum ausgewiesen. Seit dem Beginn des eingangs erwähnten Projekts wurden seither, gewöhnlich auf Basis der Objektfotos, vermehrt „Rosa“ und „Pink“ aufgenommen. In einer Reihe von Fällen wurden für dasselbe Objekt beide Begriffe gleichzeitig vergeben.
Auch „Pinkifizierung“ bzw. „pinkification“ haben als Schlagworte Eingang gefunden, wenn nämlich pinke Objekte mit Werbekonzepten verbunden sind, die den ausschließlichen Absatz an ein weibliches Publikum vorsehen.
Pinke Konvention sammeln und ausstellen
Wie eingangs angesprochen, wurden seit 2017 einige Pink betreffende Objekte in die Sammlungen aufgenommen bzw. stehen zum Erwerb an. Im Folgenden einige Beispiele:
Werkzeugset „Pink“ (Inv.-Nr. 100628)
Die Spenderin dieses Objekts zeigte sich von der Qualität recht enttäuscht. Sie wollte einen „schönen“ pinken Schraubendreher erwerben, dieser erwies sich aber aufgrund mangelnder Qualität als unbrauchbar. Positive Wortkombinatio-
14 https://www.wien.gv.at/menschen/frauen/stichwort/bildung/educationbox/pdf/education- box201 5-grundlagen.pdf (19.8.2019)
15 https://www.youtube.com/watch ?v=LP20VFbQsHw (19.8.201 9)
1 6 Österreichisches Wörterbuch. 43. Auflage Wien 201 6, S. 536.
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