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Blitzschnell in die Ferne schreiben : Geschichte der Telegrafie in Österreich / Wolfgang Pensold, Otmar Moritsch, Mirko Herzog
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20 6 Mit dem transportablen Telegrafen kann an jeder Stelle einer Telegrafen­leitung eine Verbindung hergestellt werden. zwischen sechs Monaten und einem Jahr bedroht, bei besonderer Zerstö­rungsabsicht und großem Schaden mit schwerem Kerker zwischen ein und fünf Jahren. 13 Hier schwingt gehörige Revolutionsangst mit. Zur Inspektion der Drahtleitungen nutzen die Bediensteten des Staatste­legrafen die Züge der Staatsbahnen. Außerdem sind zur Kontrolle der LeitungenBahnwächter(andernorts, wo die Linien Straßen entlang­führen,Straßeneinräumer) in der Pflicht, gerissene Drähte provisorisch zusammenzuhängen und dem zuständigen Telegrafenaufseher zu mel­den, der dann für die Reparatur zu sorgen hat. 14 Im Gegenzug dürfen die Eisenbahngesellschaften die Leitungen, die auf ihren Trassen entstehen, zur Abwicklung des Bahnbetriebs nutzen. Dabei gilt zwar grundsätzlich Vorrang für Staatsdepeschen, nicht aber bei Gefahr im Verzug. Bei Unfäl­len auf der Strecke kann die Eisenbahnverwaltung sofort telegrafieren. Im Übrigen konstruiert Gintl, inspiriert wohl durch seine eigenen Erfahrungen während des Zugunglücks vor Prag, einen tragbaren Telegrafenapparat.