55 20 Die entstehende Wiener Privat-Telegrafen-Gesellschaft… Die Wiener Privat-Telegraphen-Gesellschaft , wie das neue Unternehmen heißt, darf gemäß ihrer Konzession Telegrafenleitungen innerhalb Wiens und in einem Umkreis der Stadt von knapp 40 Kilometern errichten und betreiben. Sie muss dabei aber den Staatstelegrafen schadlos halten, darf nur das Morsesystem verwenden, unter Nutzung jener Zeichen, die auch vom Staatstelegrafen verwendet werden, und hat alle an sie herangetragenen Depeschen nach den geltenden Bestimmungen des Staatstelegrafen zu übermitteln. Staatsdepeschen sind vorrangig und zum halben Tarif zu befördern. Im Übrigen steht ihr gesamter Verkehr unter ständiger Kontrolle des Staatstelegrafen. 19 Ab 28. August 1869 bietet die in der Elisabethstraße ansässige private Gesellschaft ihre Dienste an. Dafür betreibt sie in der Innenstadt und den Vorstädten sowie in der Umgebung der Stadt Dutzende Niederlassungen, die, an die Staatstelegrafenzentrale in der Renngasse angeschlossen, Zubringer- und Verteilerdienste leisten, wie sie dem„Omnibusdienst für die
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Blitzschnell in die Ferne schreiben : Geschichte der Telegrafie in
Österreich / Wolfgang Pensold, Otmar Moritsch, Mirko Herzog
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