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Blitzschnell in die Ferne schreiben : Geschichte der Telegrafie in Österreich / Wolfgang Pensold, Otmar Moritsch, Mirko Herzog
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66 25 Hughes-Mannschaften im Dienst. Aufkleben erhältlich, die für einige Jahre neben Bargeld als Zahlungs­mittel dienen. 8 Innerhalb Österreich-Ungarns wird ein Einheitstarif ein­geführt. Er beträgt ohne Rücksicht auf die Entfernung 50 Kreuzer für ein einfaches Telegramm mit bis zu 20 Worten und weitere 25 Kreuzer für 10 zusätzliche Worte. 9 Dies bedeutet für die Wiener Händler, die bisher in der ersten Zone mit Städten wie Brünn, Graz, Linz und Pest für nur 40 Kreuzer 20 Worte telegrafieren konnten, faktisch eine Tariferhöhung. Protesten hält der zuständige Sektionschef entgegen, in absehbarer Zeit die Möglichkeit einer Ermäßigung prüfen zu wollen, sollte sich ein finan­zieller Erfolg einstellen. 10 In der Metropole Wien entstehen in diesen Jahren zahlreiche repräsentati­ve Gebäude, darunter die neue Wiener Telegrafenzentrale am Börseplatz. Sie wird für den unentwegt wachsenden Staatstelegrafen errichtet, nach­dem sein bisheriges Quartier wieder zu klein geworden ist. Trotz der histo­ristischen Fassade gehorcht dieses im Januar 1874 in Betrieb genommene Gebäude Prinzipien technischer Funktionalität. Es bildet einen Knoten für die verschiedenen Techniken, die mittlerweile in telegrafischen Diensten