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Blitzschnell in die Ferne schreiben : Geschichte der Telegrafie in Österreich / Wolfgang Pensold, Otmar Moritsch, Mirko Herzog
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147 61 Der transportable Feldfernschreiber eignet sich besonders für Korrespondenz an den Fronten. tion der Walzen Vertauschen oder Verwürfeln ändert sich von Tag zu Tag laut Vorgabe im Schlüsselbuch. Für die Kommunikation zwischen Einheiten an den Fronten findet der Fernschreiber eines Münchner Ingenieurs namens Rudolf Hell Verwen­dung. Gebaut wird der kurzFeldfernschreiber bezeichnete Apparat von der Firma Siemens . Er ist in einen Tornister eingebaut und für rasche Ortswechsel mit einem Traggriff versehen. Sein einfacher Aufbau, die unproblematische Wartung und die Verwendbarkeit selbst auf behelfsmä­ßigen Leitungen zeichnen ihn für den Einsatz im Feld aus. 17 Angetrieben wird er in der Regel durch eine Batterie, was ihn unabhängig von Strom­netzen macht. Anspruchslos ist auch die Bedienung über eine Tastatur. Durch Drücken einer Taste wird der entsprechende Buchstabe oder die entsprechende Ziffer übermittelt und am Empfängergerät(zur Sicherheit aber auch auf dem Sendegerät) auf einem Papierstreifen ausgedruckt. Technisch geschieht die Übermittlung mittels einer Walze, auf der für sämtliche Buchstaben, Ziffern und Satzzeichen Kontaktringe sitzen. Jeder dieser Ringe verfügt an seinem Umfang über ein spezifisches Muster aus