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Blitzschnell in die Ferne schreiben : Geschichte der Telegrafie in Österreich / Wolfgang Pensold, Otmar Moritsch, Mirko Herzog
Entstehung
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154 65 Telegramm über Raucherkarte von Wien nach Tulln„Auf eigene Gefahr“. sorium in einem Gebäude auf dem Stalinplatz, dem vormaligen Schwar­zenbergplatz, behelfen. Erst später steht die Station in Deutsch-Altenburg wieder zur Verfügung. Die ersten Ziele sind die Metropolen der Besatzer: London, Moskau, New York und Paris, doch schon Ende des Jahres steht die Radio Austria wieder mit vielen europäischen Staaten in Kontakt. Ge­leitet wird das Unternehmen von ihrem früheren Direktor Franz Leist, wenn auch wegen der Besatzungssituation und noch ungeklärter Eigentumsver­hältnisse nur in der Funktion eines Öffentlichen Verwalters . 4 Es besteht ein großes Mitteilungsbedürfnis in der Bevölkerung angesichts der herrschenden Ungewissheit. Viele Menschen suchen nach Angehöri­gen, deren Spuren sich in den Kriegswirren verloren haben. Viele Existen­zen müssen neu aufgebaut werden. Wohl nicht zuletzt deshalb werden bereits im Jahr 1946 über 6 Millionen Telegramme abgewickelt. Für jedes Wort eines aufgegebenen gewöhnlichen Telegramms werden 15 Gro­schen an Gebühr fällig, bei einer Mindestgebühr von 1 Schilling 50. Dies entspricht den Gebührensätzen der Jahre vor dem„Anschluß“. 5 Viele Sprachen sind wieder zugelassen, was den Bedürfnissen der Gestrandeten entgegenkommt, jedoch keine Chiffren, um Widerstand gegen die Sieger­mächte und die neue Ordnung zu unterbinden. Telegramme ins Ausland müssen persönlich am Schalter aufgegeben werden und der Aufgeber