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Die geschichtlichen Grundlagen.
In der Trienter Urkunde vom Jahre 1213, im Schladminger Bergbrief vom Jahre 1308 und in der Bergordnung Herzogs Albrecht II. zu Österreich für die Steiermark 1336 oder der Zeiringer Bergordnung vom Jahre 1346 wird das Wort Sch in er nicht gebraucht. 1 Im Schladminger Bergbrief des Bergrichters Leonhard Egkelzhaim wird ausführlich von der Verleihung durch den Bergrichter gehandelt.
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Bild 4. Sohleisen.
(Aus dem Schweizer Bergbuch. 1556 , Leobener Codex.)
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Die vom Schmer bestimmten Festpunkte können in österreichischen Ausdrücken Eisen, Pflock, Marke, Markscheid, Kreuz, Stuff, Bydmark, Schin oder Zeichen heißen. Sohleisen oder Firsteisen (Bild 4 und 5) bedürfen keiner Erklärung. Mit „abschneidend Eisen“ (Bild 6), Teileisen oder trennende Markscheide wurden Festpunkte für die seitliche Begrenzung der Grubenfelder und auch die Begrenzungen selbst bezeichnet. Scheideisen war eine allgemeine Bezeichnung, denn was für die eine Grube das Sohleisen war, konnte für die benachbarte Grube ein First-
1 E. Treptow, Tiroler Markscheider, 1. c., S. B 499. 1933.
2 J. G. Lori, Bergrecht, 1. c., S. 4. 1764.