Die geschichtlichen Grundlagen.
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eisen sein. Schließlich wäre noch der Ausdruck Bydmark zu erklären. Bydmark, im Schwazer Bergbuch auch Pinmark, Pymark geschrieben und als rotes Kreuz am Ulm in halber Stollenhöhe gezeichnet, wird darin folgenderweise erläutert: 1 *
„Die Bergleute fprechett and] oiel oott pittmarchen. Diefe finb aud) 5irft> ober Soleifen, toie oben oerlautbart, es ift ein 1>tng. Doch roerben meiftens bie (Eifert Pin» march genannt, bie nicht an ber enbgiltigen Stelle fteheti, fonbern oon betten noch toeitcr gesogen roerben muff. Denn es fötttten toeber 5irft 5 noch Soleifen nicht itttmer
Bild 5. Firsteisen.
(Aus dem Schwazer Bergbuch, 1556 , Leobener Codex.)
— roenn bas (Sebirge noch nicht fo roeit nach oben ober nach unten aufgefdtloffen ift — an bie enbgiltige Stelle auf bie Ctnie gebracht roerben."
Wir würden demnach heute ,,Pinmark" mit „Zwischenpunkt" wiedergeben. Auch im Markscheidereid sowie an anderer Stelle der Ferdinandeischen Bergordnung vom Jahre 1553 kommt das Wort vor. 1 So hatte im Jahre 1553 der Schiner auch beim Stellen und Abnehmen der Gedinge im Streitfälle zu entscheiden, wie aus dem Artikel 80 der genannten Bergordnung hervorgeht:
,,<£s [ollen auch Cehen ober (Sebinge burch unferen beeibeten Sch inner uttb toenn fich bort feiner finbet, burch unferen Bergrichter ober benjenigen, toelchen
1 Ferdinandeisehe Bergordnung 1553, Art. 80, Neuausgabe, Wien 1832. Samm
lung Kirnbauer.