12
Die geschichtlichen Grundlagen.
biefer ba 5 U beftimmt, mit ber rechten 23ergfdirtur abgewogen merben ..." ,,tüenn ein folcfyes Cefyen (non 7 Klafter) ausgefdjagen ift, fo foil aisbann ber beeibete Sditnner, ober mo feiner ift, ber 23ergrid]ter ober ein <Sefd?rr>orener basfelbe mit ber rechten 23er^fcf?nur abjiefjen unb fofort bas erfte Bybmarf mit einem aufrechten Stuff befräftigen. IDemt ftd] aber im Mittel bes Cefyens smifdieit (Semerfen (5ebinge* tjäuern ein Streit ergäbe, fo foil ber Spinner, 23ergrid}ter ober (Sefcfymo* rene benfelben bestiegen unb 511 Dergleichen bemüht fein ober barüber gebührliches €rfenntnis fällen."
■*
;DLh Q.
■» A*«»»
Bild 6. Abschneidend Maß oder Eisen.
(Aus dem Schweizer Bergbuch, 1556. Leobener Codex.)
Darüber, ob die Tiroler Markscheider um die Mitte des 16. Jahrhunderts, wie die Bergrichter, staatliche Beamte waren oder nur jedesmal für ihre Tätigkeit von den Bergbau treibenden entlohnt wurden, bietet das Schwazer Bergbuch keine Unterlagen. Die Haupttätigkeit der „Schmer“ zu dieser Zeit bestand darin, bei Durchschlägen benachbarter Gruben die Feldgrenzen unter Tage festzulegen und das in der Nähe des Durchschlages gewonnene Erz dem rechtmäßigen Besitzer zuzusprechen. Auch wurden sie damals, jedoch nicht immer, bei der Verleihung der Grubenfelder zugezogen.
Besondere Bedeutung war im 16. Jahrhundert der Tätigkeit der Schiner oder „Pergschiner“ auf dem Steirischen Erzberg zuzumessen, worüber es uns möglich ist, mehrfache Erkenntnisse zu schöpfen aus einem Eisenerzer Bergbuch des Inner- und