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1940: Siebentes Heft : Die Entwicklung des Markscheidewesens im Lande Österreich / von Franz Kirnbauer
Entstehung
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Winkelmessung.

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österreichischen Bergbau mehrere Jahrhunderte hindurch in Übung war und wissen, daß dieses Verfahren selbst zur Zeit Agricolas, also um die Mitte des 16. Jahr­hunderts, gebräuchlich war,

wie aus einer genauen Ab- ^^l iu bildung und Beschreibung des Meßvorganges in Agri­colas Bergbuch hervorgeht 1 (Bild 8). Selbst bis tief ins 19. Jahrhundert hinein hat sich das Messen von Win­keln mittels der Ähnlichkeit von Schnurdreiecken im Markscheidewesen erhalten. 2 Sogar noch 1910 war dieses Verfahren ausnahmsweise in Idria gebräuchlich.

Die Wachsscheiben­methode.

Als erste Weiterentwick­lung der markscheideri­schen Messung nach der ,,Schnurmessung ist nun dieWa chsscheiben- methode 3 anzusprechen, da sie die erste Form der bergmännischen Winkelmessung darstellt; es wurden hauptsächlich Grundrißwinkel, aber auch schon Höhen winkel, diese mit einer Arthalber Wachsscheiben, gemessen.

DieWachsscheibenmetho­de war die Vorläuferin der Bild 8. Dreiecksmessung bei einer Schachtlotung zur Zeit

,, . . i -Tr- Agricolas, 1556 (aus Agricola).

Messung mittelsivom- T * . , , ' , , jri 0

® . (( (Das Joch A. Das Querholz B. Der Schachte. Die erste Schnur D.

paß mit Teilung und Das Gewicht der ersten Schnur E. Die zweite Schnur F. Ihre Be- mi++ola TC r» m q R nnrl festigung im Boden G. Der Anfang der ersten Schnur H. Das inmreisivompao unu Stollenmundloch I. Die dritte Schnur K. Das Gewicht der dritten - Schnur L. Das erste Maß M. Das zweite Maß N. Das dritte Maß 0.

G. Agricola, S. 99 bis Das PJ

101. Neuausgabe 1928.

2 P. Wils Kl, Markscheidekunde I., S. 115. Das Schnurdreieck-Meßverfahren wird 1856 von Beer noch beschrieben und 1868 von Miller von Hauenfels, wenn auch tadelnd, erwähnt.

3 F. Kirnbauer, DieWachsscheibenmethode eine Frühform bergmännischer Winkelmessung. Berg- und Hüttenm. Jahrb. Leoben, 84. Bd., H. 3 (1936).

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