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1940: Siebentes Heft : Die Entwicklung des Markscheidewesens im Lande Österreich / von Franz Kirnbauer
Entstehung
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W inkelmessung.

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findlichen Griff. Weiter gehören zu dem beschriebenenSchinzeug als Sammelbegriff oder Gesamtausrüstung verstanden noch ein Maßstab, eine halb­kreisförmige Winkelscheibe, ein Winkelauftraggerät alter Form und eine Zulege- platte, alles in Messing ausgeführt. Der Maßstab besitzt eine Anschlagleiste und ist in 6 Zoll (Wiener Zoll) geteilt, jeder Zoll weist 8 Achtelzoll-Unterteilung auf. Die gleiche Teilung besitzen auch die beiden Winkelschenkel des Winkelauftrag­gerätes, dessen Höhenbogenquadrant in 6 (Normal)-Stunden, jede zu 8 Achtel, geteilt ist. Die Winkelscheibe ist ebenfalls in (Normal)-Stunden, rechtsinnisch beziffert von 1 bis 12, geteilt, jede Stunde ist in 16/16 Stunden unterteilt. Die Zu- legeplatte endüch weist abgeschrägte Kanten, die als Ziehkanten vorgesehen sind, auf und besitzt längs jeder Seite eine Teilung, zusammen demnach vier Teilungen nach verschiedenen Maß­stäben.

Das Ganze ist in einer zeitgenössischen Holzkas­sette von den Ausmaßen 41 x29x7 cm unterge­bracht, die einen heraus­nehmbaren Mittelteil be­sitzt, worin entsprechende Ausnehmungen und Nega­tivformen zum Zweck der Aufnahme des gesamten Schinzeugs und Zubehörs vorhanden sind. Der untere Teil der Kassette diente zur Aufbewahrung der hölzernen Ansteckstäbe, die zu­sammengeschraubt ein Stockstativ ergaben; einige Messinghülsen solcher Stäbe sind gegenwärtig noch in diesem Raume der Kassette vorhanden.

Das drittälteste Schinzeug neuer Bauart ist ein aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, etwa aus der Zeit um 1720, stammendes vergoldetes Schin­zeug, 1 das vollständig erhalten ist, da sowohl das äußerst prächtig ausgeführte Hauptgerät, als auch das etwas einfacher gehaltene Nebengerät sowie der Ein- setzkompaß und die dazugehörige Zulegeplatte vorhanden sind (Bild 36).

Das Schinzeug-Hauptgerät besteht aus einem um eine lotrechte Achse drehbaren Höhenkreis mit Schnurzugalhidade und einem Senkel, ist also ganz ähnlich den bisher beschriebenen Schinzeugen ausgebildet, bloß an Stelle des Zeigers ist ein Ring angebracht, in den eine Bussole eingesetzt wird. Der Höhenkreis des Schinzeugs ist in 2x12 Doppelstunden geteilt, die Waagrechte ist statt mit Null mit dem Buchstaben ,,E (Ebensohle) bezeichnet. Jede Doppelstunde ist in acht Achtel unterteilt. Das Innere des Höhenkreises ist von künstlerisch angeordneten Blüten und Ranken geschmückt, die aus dem Vollen geschnitten sind; wir haben eine kunstreiche und prächtige Metallsägearbeit vor uns. Die zeitgenössische Ver­goldung des in Messing hergestellten Schinzeugs läßt darauf schließen, daß wir

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Bild 36. Vergoldetes Schinzeug aus der Zeit um 1720.

1 Inv.-Nr. VC 41. Geschichte der Technik, 7. Heft.

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