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1940: Siebentes Heft : Die Entwicklung des Markscheidewesens im Lande Österreich / von Franz Kirnbauer
Entstehung
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W inkelmessung.

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stammt ein im Technischen Museum zu Prag befindliches Schinzeug (Bild 37). Der Höhenkreis des Schinzeugs ist sowohl in 2x12 Doppelstunden als auch in 2x90° geteilt. Auch das Nebengerät des Schinzeugs ist erhalten. Die zu Haupt- und Neben­gerät gehörigen hölzernen Stockstative sind vierteilig und zusammenschraubbar; Schrauben und Muttern sind aus Bein. Das sehr schön gearbeitete Instrument ist nicht signiert.

Als fünftes und letz­tes, demnach jüngstes, österreichisches Schin­zeug ist ein aus der Zeit um 1740 stammendessil­bernes Schinzeug nun zu besprechen, das Johann Schmickhel zu Graz zum Verfertiger hat 1 (Bild 38 u. 39). Es besteht aus dem Schinzeug-Hauptgerät, dem Nebengerät, einem Kompaß und der Zulege- platte. Ein kleiner, schön gravierter Maßstab mit An­schlagleiste ist ebenfalls noch vorhanden, ein Win­kelauftraggerät und ein Gradbgoen fehlen jedoch. Alle Geräte sind aus Messing verfertigt und teilweise versilbert, so der als Senkelträger dienende Bügel des Neben­gerätes, die Säule oder Spindel des Hauptgerätes, die Ablesevorrichtung am Kom­paßring und die Senkelkugeln. Der dop­pelte Alhidadenarm am Schinzeug ist aus "

Silber verfertigt. Er besitzt an der einen Seite einen Haken für den Schnurzug und ein Ablesefenster, an der anderen Seite eine Führung an einem quergestellten Höhenkreisquadranten, der nach beiden Richtungen hin von 0 bis 90° beziffert ist. Der Höhenkreis des Schinzeugs selbst ist in Form von Blütenkelchen künstle­risch ausgeführt und graviert und an seinem Seitenrand in 2x90°, mit Null

an der Waagrechten beginnend, geteilt. Höhenwinkel konnten an diesem Schin­zeug somit am Höhenkreis, Tiefenwinkel am Höhenkreis und an der quergestellten oberen Quadrantenskala abgelesen werden.

Der Kompaß besitzt einen silbernen Stundenring, der rechtsinnisch sowohl in 24 Stunden als auch in 360° geteilt ist. Die unmittelbare Ablesung an der Stunden-

Bild 38. .Silbernes Schinzeug" von Johann M. Schmickhel aus der Zeif um 1740.

Bild 39. Dasselbe Schinzeug, aufgestellt.

Inv.-Nr. VC 26 der Leobener Lehrkanzel für Markseheidekunde.

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