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Die instrumentellen Grundlagen.
oder mit kurzen gegenständigen Aufhängehaken versehen, befinden sich m verschiedenen Sammlungen. So besitzt das Hallstätter Ortsmuseum zwei Hängekompasse 1 aus der Zeit um 1750. (Einer davon dargestellt in Bild 44.) Das Gehäuse desselben besteht aus verziertem Holz, die Platte und Einfassung
Bild 43. Zweitältester Nachweis des Hängekompasses in Österreich. Zeichnerische Darstellung eines „Schin-Compasses" auf einem Grundriß des Salzbergbaus Michelhallbach aus derZeit um 1650.
der Windrose sind aus Bein. Zwei ornamentierte Beinplättchen sind ferner den beiden Schmalseiten aufgesetzt. Der Kompaß ist sowohl rechtsinnisch als auch widersinnisch geteilt; er trägt das Monogramm ,,S. L.“. Das rechteckige Holzgehäuse des anderen Kompasses ist auf der Oberseite und den vier Schmalseiten mit Beinplatten besetzt, ebenso ist auch der Stundenring aus Bein. Die Platten der Oberseite sind kunstvoll ornamentiert,
Bild 44. Hängekompaß aus dem Salzkammergut um 1750. Holz mit Beineinlegearbeit.
( 2 j s der nat. Größe.)
die gravierten Stellen sind schwarz gefärbt, die zwei verzierten Beinplatten der Oberseite sind von fünf verschiedenfarbigen Holzleisten eingefaßt, auf die schließlich das Weiß der seitlichen Beintäfelchen folgt. An der einen Längsseite befindet sich ein eingeschnittener Maßstab, der in seiner Gesamtlänge von rund 12 cm dem zehnten Teil des Kammergutbergstabls entspricht: 2 Er ist in 60 Teile eingeteilt, so daß jeder Teil rund 2 mm umfaßt.
1 Beschrieben und abgebildet in: F. Morton, Zwei alte Grubenkompasse. Heimatgaue, Linz a. D., IX. Jg., S. 84 bis 85. 1928.
a Genau 1,1967 m.