Winkel messung.
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eine Verlängerung der Nullinie eingezeichnet ist, überliefert, so daß eine genauere Ablesung der Lotrechten erfolgen konnte. Ein solcher Gradbogen ist auf einer Hallstätter Grubenkarte aus dem Jahre 1709, nebst anderen Markscheidergeräten, abgebildet.
Eine letzte beachtenswerte Form eines Gradbogens, die zu den im nächsten Absatz zu besprechenden „Bergwaagen“ hinüberleitet, stellt ein in Bild 26 wiedergegebener Gradbogen aus Alt- Aussee dar. Er trägt die Anfangsbuchstaben „M. R.“, des Namens des Verfertigers, darunter die .Jahreszahl 1728, und besteht aus einem beiderseits bis 65° bezifferten Gradbogensegment, das an zwei reich gravierten Armen gleichständige Aufhängehaken und dazwischen die österreichische Kaiserkrone trägt. Dieser Gradbogen ist uns durch Bergrat Riedl überliefert, der ihn auf Blatt VII seiner Skizzen abbildete.
ZumEinwägen oder Nivellieren konnten die alten Markscheider sich entweder des Gradbogens bedienen, indem sie auf dessen genau waagrechte Aufhängung achteten, oder aber sie verwendeten sog. „Bergwaagen“ oder „Erdwaagen“, von denen wir mehrere aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammende Geräte aus den österreichischen Alpen - ländern kennen. Unter „Bergwaagen“ sind Gradbogensegmente zu verstehen, die mit meist gleichständigen Aufhängehaken versehen sind und die Lotrechte vermittels eines angebrachten kleinen Senkels abzulesen gestatten. Wir haben sozusagen vereinfachte, verkümmerte Gradbögen vor uns, da zum Einwägen nur die Erzielung der Waagrechtstellung der Verziehschnur notwendig ist. In der Markscheiderei des Bleibergwerkes Bleiberg in Kärnten (Betriebsleitung II) ist eine etwa aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammende Bergwaage mit Delphindarstellung vorhanden. Andere „Bergwaagen“ aus den Jahren 1672 und 1709 sind in Bild 53 und 54 dargestellt.
Nach P. Wilski kennt das Schemnitzer Bergrecht schon Erbstollen und Schürfstollen, also nivellierte man schon im Jahre 1244. 1 Dies geschah offenbar mit Grad-
1 P. Wilski, Markscheidekunde, 1. c., S. 116.
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Bild 52. Hängegradbogen, in Messing graviert, von Simon Oberhäuser zu Schwaz aus dem Jahre 1751.
( 4 / 10 der nai. Größe.)