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Geschichtliches über die Linz—Budweiser Pferdebahn.
entbehrlichen Gleismauern schaffte nicht nur bei der Gewinnung und der durch den Mangel an Fuhrleuten erschwerten Zufuhr des Baustoffes eine fühlbare Erleichterung, sondern wirkte sich auch „wohltätig auf die Zeit und Kosten des Baues“ aus. Außerdem sorgte der neue Bauführer durch Vereinfachungen in der Einzelausbildung der Erdbauten beiderseits der stellenweise bis zu 9 m hohen Einschnitte und der Dämme für „nicht unbedeutende“ Verminderungen an der Grundeinlösungsfläche und am räumlichen Inhalte der Anschüttungen, von der Anschauung aus-
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Bild 5. Längenprofil der Strecke Budweis—Linz.
Dieses Längenprofil zeigt die grundsätzliche Verschiedenartigkeit der Bauweise Gerstners und Schöner er s auf; während Gerstner zwischen Budweis und Lest die Trasse ..fortwährend steigend oder horizontal“ führte, schaltete Schönerer in kostensparender Vereinfachung der Linienführung zwischen Lest und Urfahr Gegensteigungen ein. (Aus der Abhandlung ,,Die Holz- und Eisenbahn Budweis — Linz, das erste Werk deutscher Eisenbahnbaukunst“ von Ing. Bruno Enderes.)
gehend, daß „bey vorkommender, wiewohl unwahrscheinlicher Notwendigkeit noch immer Zeit genug erübriget, die eine oder andere Abgrabung zu erweitern, was überdies auch schon durch die Conservation der Bahn, wiewohl im geringen Maße eintreten wird“.
Wenngleich Matthias Schönerer bei den Erdarbeiten alles Überflüssige zu vermeiden suchte, war er doch andererseits bemüht, nichts zu unterlassen, was die Dauerhaftigkeit der Bauten erhöhen konnte. Um das auf dem „Treppelweg für das Zugtier“ zwischen den „Geleisebäumen“ sich ansammelnde Begenwasser besser zum Versickern zu bringen, verfiel er auf den Gedanken, die „Holzbahn ihrer ganzen Höhe und Breite nach“ auf eine 1 Klafter (1,896 m) breite und „im Mittel 21 Zoll (552 mm) hohe trockene Steinmauer durch die ganze Länge der Trace“ zu verlegen. Ebenso widmete der Nachfolger Gerstners der Herstellung des Mauerwerkes der