Heft 
1942: Achtes Heft
Entstehung
Seite
79
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Mitteilungen und Berichte.

Tätigkeitsbericht

des Forschungsinstitutes für Technikgeschichte in Wien über die Jahre 1938 bis 1940.

Das Jahr 1938 stand unter dem Eindruck des überwältigenden Ereignisses, des Anschlusses Österreichs an das große Deutsche Reich. Die großdeutsche Gesin­nung, die stets die Grundhaltung des Forschungsinstituts war, und die schon immer durch die freundschaftlichen Beziehungen zum Verein deutscher Ingenieure aufrecht gehalten und gepflegt wurde, kam nun zum vollen Ausdruck, als endlich durch die kühne Tat unseres Führers die Grenzen zwischen den beiden Nachbarländern für immer gefallen waren. Es war daher nicht schwer, den Weg zu finden, der be­schriften werden mußte, um in gemeinsamer Zusammenarbeit mit dem Haupt- amtfürTechnik imNSBDTin München, an dessen Spitze Reichsminister Prof. Dr.-Ing. F. Todt steht, jenen Interessen zu dienen, die im nationalsozialistischen Staat voranstehen und die nicht zuletzt mit der Technikgeschichte eng verbunden sind. Denn die maßgebenden Persönlichkeiten des Hauptamtes für Technik erkannten bald den richtigen Sinn des Forschungsinstitutes für Technikgeschichte in Wien, das in den Berichtsjahren zur ständigen Beratung und Mitarbeit auf dem Gebiete der Technikgeschichte herangezogen wurde. Zu diesem Zweck wurden vor allem verschiedene wissenschaftliche Beiträge verfaßt, die in der technopolitischen Zeit­schriftDeutsche Technik veröffentlicht wurden. Die zahlreichen Beispiele von Großleistungen deutscher Technik in Österreich, im Sudetenland sowie im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren erforderten umfassende Vorarbeiten. Auch die Beschaffung des Bildermaterials, unter dem sich viele einzigartige Bei­spiele befinden, war recht mühsam. Einer Einladung des Hauptamtes für Technik folgend, hat der Leiter des Institutes, Hofrat Dr. e. h. Dipl.-Ing. L. Erhard an dem Gedanken der Schaffung des Hauses der Technik als Gemeinschafts­leistung der deutschen Technik und der deutschen Ingenieure mitgewirkt und an einem Hörspiel-Preisausschreiben, das der Leiter des Hauptamtes für Technik der NSDAP, Generalinspekteur Dr.-Ing. F. Todt in Gemeinschaft mit dem Intendanten des Reichssenders Köln, Gauamtsleiter Dr. Winkelnkemper, zur Erlangung von Hörspielen aus dem Schaffensgebiet der Technik erlassen haben, nahm das Forschungsinstitut in 29 Fällen durch die Überprüfung der eingesendeten Hörspiele auf die Richtigkeit der technischen Tatsachen maß­gebenden Anteil. Erbetene Vorschläge für eine geplante technikgeschichtliche