Heft 
1942: Achtes Heft
Entstehung
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Mitteilungen und Berichte.

Ausstellung in München, die das Zeitalter Albrecht Di rers aufzeigen sollte, konnten wegen des Kriegsausbruches bisher nicht verwirklicht werden.

Laut Beschluß der Sitzung des Arbeitsausschusses des Forschungsinstitutes für Technikgeschichte und derDr. Carl Auer-Welsbach Gedächtnisstiftung'' vorn 2. Februar 1938 hat das Forschungsinstitut in Erfüllung des Punktes 3 des seinerzeitigen Aufrufes zur Ehrung Dr. Carl Auers von Welsbach für die museal- technische Darstellung der drei großen Erfindungen Auers, nämlich des Gasglühlichtes, der Osmiumlampe und der funkenstiebenden Metalle, in der lichttechnischen Abteilung des Technischen Museums in Wien diesem den Betrag von S 2000,, d. s. KM 1333,33, überwiesen und dem Rektor der Technischen Hochschule in Wien wurden zur Verteilung von Stipendien an sechs würdige Hörer der Technischen Hochschule in Wien und an einen Hörer der Universität in Wien der Betrag von 8 1400,, d. s. RM 933,34, zur Verfügung gestellt. Die Verteilung dieses Studentenhilfswerkes erfolgte am 21. Dezember 1938. In einer würdigen Feier, bei der der Rektor und der Leiter des Institutes die Verdienste Dr. Carl Auers von Welsbach hervorhoben, wurden den Studenten die Stipendien und das vom Forschungsinstitut für Technikgeschichte herausgegebene Heft 2 der Blätter für Technikgeschichte, das die ausführlicheAuER-Biographie enthält, überreicht. Als besondere Ehrung für Carl Auer ist es zu würdigen, daß das Deutsche Museum in München einem Antrag des Forschungsinstitutes entsprochen und in seiner Jahresversammlung vom 7. Mai 1939 die Aufstellung einer Auer- Büste im Ehrensaal des Deutschen Museums beschlossen hat. Da eine solche Auszeichnung bisher nur den hervorragendsten Vertretern der Technik aus dem Altreich zuteil wurde, ist diese ganz seltene und erstmalige Ehrung eines ost­märkischen Forschers und Erfinders besonders erfreulich. Die Ausführung der Büste wurde dem Künstler Prof. Dr. Georgii übertragen. Die Überreichung der Büste soll anläßlich der nächsten Jahresversammlung des Deutschen Museums vom Präsidenten der Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. H. Ritter von Srbik, vor­genommen werden.

Die schon in das Jahr 1936 zurückreichende Anregung zur Ehrung des ostmärkischen Erfinders der Zeitlupe August Musger wurde auch weiterhin im Auge behalten. Das von dem Vorstand der Lehrkanzel für Kinematographie an der Technischen Hochschule in Wien verfaßte Lebensbild überAugust Musger, der österreichische Erfinder der Zeitlupe ist in dem im Jahre 1938 erschienenen Heft 4 derBlätter für Geschichte der Technik veröffentlicht 1 und hat in den Fachkreisen großes Interesse wachgerufen. Der von Hofrat Ord. Prof. Dr. K. Holey ausgearbeitete Entwurf einer Gedenktafel, die am Geburtshaus August Musgers in Eisenerz zu einem späteren Zeitpunkt angebracht werden soll, ist fertiggestellt.

Im Jahre 1938 beging der Leiter des Forschungsinstitutes für Technikgeschichte, Hofrat Dr. e. h. Dipl.-Ing. L. Erhard seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlaß wurde zu seinen Ehren das 5. Heft derBfTG 2 herausgegeben. Die hierfür notwendigen Vorarbeiten, vor allem die Aufbringung der nötigen Geldmittel und der wissen-

1 Der Inhalt des 4. Heftes derBlätter für Technikgeschichte ist aus dem Tätigkeitsbericht des Forschungsinstitutes für das Jahr 1937 ersichtlich.

2BfTG.Blätter für Technikgeschichte.