Heft 
1942: Achtes Heft
Entstehung
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Mitteilungen und Berichte.

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schaftlichen Beiträge, mußten in kürzester Zeit und mit Anspannung der ganzen Arbeitskraft durchgeführt werden. Die zahlreichen Freunde und Verehrer von Hofrat L. Erhard haben freudigen Herzens werktätig dazu beigetragen, um die Geburtstagsgabe des Forschungsinstitutes zeitgerecht darzubringen. Die Schrift­leitung übernahm in diesem Falle der Vorsitzende des Arbeitsausschusses Ord. Prof. Dr. K. Holey und an den Redaktionsarbeiten nahm, wie auch bei allen anderen vom Forschungsinstitut herausgegebenen Heften Th. Stampfl tatkräftigen Anteil. Die technikgeschichtlichen Beiträge sind im Sinne der Ziele und Aufgaben des Forschungs­institutes zusammengestellt und bilden eine wertvolle Fortsetzung der bisherigen Ver­öffentlichungen: So leitete Prof. Dr. h. c. C. Matschoss mit seinem BeitragTech­nische Kulturdenkmale als Quellen zur Geschichte der Technik eine reich bebilderte StudieDie technischen Denkmäler in Österreich und ihre Verbundenheit mit Volk und Boden von Hofrat Ord. Prof. Dr. K. Holey und eine Betrachtung über die Res tender Schwarzenberg-Schwemmanlagen an der großen Mühl von Ober­inspektor J. Sames ein, dem sich ein technikgeschichtliches Kulturbild,Zwei Meister der Kunstmechanik am Hofe Kaiserin Maria Theresias: Ludwig Knaus und Friedrich von Knaus, von Dipl.-Ing. E. Kurzel-Runtscheiner, anschließt. Der große Anteil, den Österreich an der Entwicklung der Waffenindustrie im vorigen Jahrhundert genommen hat, kommt in dem BeitragJosef Werndl und sein Werk von Ministerialrat Dipl.-Ing. V. Schützenhofer, Direktor des Technischen Museums in Wien, zur vollen Bedeutung. Die Lebensgeschichte von Julius Lott, des Erbauers der Arlbergbahn, wird eindrucksvoll von Dr. A. Bihl geschildert und beweist das hohe Können auf dem Gebiet des Eisenbahn- und Tunnelbaus in den ostmärkischen Alpenländern. Auch der BeitragAus der Ahnenreihe österreichischer Kraftwagen von Ministerialrat Dipl.-Ing. J. Altmann zeigt, daß Österreich nicht nur maßgebend an der Entwicklung des Kraftwagenbaus mitgewirkt hat, sondern daß seine Ingenieure auch heute noch vorangehen im Bau von Kraftwagen für den neuzeitlichen Straßenverkehr. DerGeschichte einer der ältesten Industriestätten: Treibach in Kärnten widmet Generaldirektor Dr. F. Fattinger eine eingehende, auch wirtschaftgeschichtlich interessante Betrachtung, der sich eine anschauliche Schilderung überDas Werden des Kärntener Bleiweißverfahrens von Dipl.-Ing. Dr. F. Sedlacek anschließt. Den beiden Beiträgen kommt überdies eine besondere Bedeutung als Firmengeschichten zu. Daß technischen Neuerungen nicht immer Verständnis entgegengebracht wurde, geht aus demVersuch der Einführung der Gasbeleuchtung bei den Salzwerken des Kammergutes von Hofrat Dipl.-Ing. C. Schraml deutlich hervor. Eine eigenartige, längst vergessene Schiffahrt,Die Ladenkarlfahrt auf der Steyr, bringt Hofrat Dipl.-Ing. E. Neweklowsky in Erinnerung. Welche Bedeutung der Holzbringung im Salzkammergut in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zukam, ist aus dem BeitragDer Holzaufzug und die Wasserriesen im Außerweißenbach von Hofrat Dipl.-Ing. C. Schraml ersichtlich. Die jahrhundertealten Bestrebungen österreichischer Ingenieure auf dem Gebiet des Wasserbaus schildern die Beiträge von Hofrat Dipl.-Ing. G. Strele,Die Entwicklung der Wildbachverbauung in Österreich und von Hofrat Dr. V. Thiel, Geschichte der Donauregulierung bei Wien. Eine interessante Abhandlung über Bergmännische Zeichen: Die Entwicklung der Bergbauzeichen auf Landkarten.

Technikgeschichte, 8. Heft.

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