Heft 
1942: Achtes Heft
Entstehung
Seite
82
Einzelbild herunterladen

82

Mitteilungen und Berichte.

Bergmännische Wasserzeichen in altem Steyrer Schreibpapier, von Dipl.-Ing. Dr. F. Kleinbauer bildet den Abschluß der vorliegenden technikgeschichtlichen Veröffentlichung, die nicht nur den Beifall des Jubilars fand, sondern auch in den Fachkreisen des In- und Auslandes gut auf genommen und beurteilt wurde. Am 25. August 1938, dem Geburtstag Hofrats Erhard, wurden diesem die Glückwünsche durch eine Abordnung des Forschungsinstitutes, bestehend aus den Herren Generaldirektor Dipl.-Ing. A. Demmer, Stadtbaudirektor a. D. Präsident Dipl.- Ing. Dr. H. Goldemund, Prof. Dr. K. Holey und Ministerialrat Dipl.-Ing. V. Schützenhofer überbracht. Gleichzeitig überreichte der Vorsitzende des Vereines deutscher Ingenieure in Berlin, Dipl.-Ing. H. Schult, der mit dem Direktor des VD1, Dipl.-Ing. H. Kölzow und Prof. Dr.-Ing. h. c. C. Matschoss, erschienen war, das VDI-Ehrenzeichen. Am 13. Dezember 1938 hielt das Forschungsinstitut für Technikgeschichte eine außerordentliche Festsitzung im Festsaal der Akademie der Wissenschaften in Wien ab, bei der der$n Prä­sident und Mitglied des Arbeitsausschusses des Forschungsinstitutes, Professor Dr. H. Ritter von Srbik den Jubilar herzlichst begrüßte, worauf dann die Fest­ansprache des Vorsitzenden des Arbeitsausschusses folgte, der in warm gehaltenen Worten die Verdienste Hof rats Erhard um die technischen Wissenschaften und um die Technikgeschichte im besonderen würdigte.

Wieder unter der Schriftleitung von Hofrat Erhard erschien 1939 das 6. Heft derBfTG. Hierin stellt Dr.-Ing. L. Erhard eingangs den Begriff der deutschen Volkstechnik fest, die gleich demVolkslied und derVolkskunst in deutschem Blut und Boden wurzelt. Ein Beitrag von Dipl.-Ing. 0. Lanser überAlte Brücken und Mühlen in Tirol führt anschließend viele kennzeichnende Werke alpiner Volkstechnik vor Augen. In einer geschichtlichen AbhandlungSiebzig Jahre Brennerbahn stellt Bundesbahndirektor a. D. Dipl.-Ing. F. Kargl die Entstehung und den Bau dieser Gebirgsbahn dar, bei der erstmalig Kehrtunnels ausgeführt wurden und die nunmehr das technische Kernstück der Achse BerlinRom bildet. Ein Bericht über die Festsitzung des Arbeitsausschusses des Forschungsinstituts und eine Besprechung des von Dr. H. Pirchegger verfaßten WerkesSteirisches Eisen schließen dieses Heft ab, das bemerkenswerte Teilgebiete der alpenländischen Technikgeschichte behandelt.

Im Jahre 1940 wurde schließlich die endgültige Herausgabe des 7. Heftes der BfTG mit der Abhandlung von Dipl.-Ing. Dr. mont. F. Kernbauer überDie Entwicklung des Markscheidewesens im Lande Österreich ermöglicht, für das die Vorarbeiten schon in das Jahr 1938 zurückreichen. Der Verfasser, ein genauer Kenner der Geschichte des ostmärkischen Bergbaus und seines Vermessungswesens, gibt auf Grund der namentlich in der Ostmark noch zahlreich vorhandenen Zeug­nisse ältester Grubenvermessung eine lückenlose Beschreibung der verschiedensten Markscheiderinstrumente, angefangen von den Wachsscheiben, übergehend zu Hängekompassen, Schinzeugen, Gradbögen, Eisenscheiben, Zielinstrumenten mit und ohne Bussole, bis zum Grubentheodolit und anderen neuzeitlichen Vermessungs­instrumenten. Zahlreiche Erstnachweise werden gebracht. Über hundert Bilder und eine klare Gliederung lassen eine lebendige Verbindung einstiger alter Mark­scheiderinstrumente zum heutigen gesamtdeutschen Markscheidewesen