Mitteilungen und Berichte.
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erstehen. Es wird in diesem Heft aufgezeigt, daß die Wiege des deutschen Bergbaus im Siegerland, im Harz und im Erzgebirge stand; die Wiege der deutschen Markscheidekunst aber stand in den Gauen der Ostmark. Auf Grund des von dem bekannten Geodäten Prof. Dr. E. Dolezal abgegebenen Gutachtens wurde die Herausgabe des reichbebilderten 7. Heftes der „Blätter für Technikgeschichte“ durch das Ministerium für innere und kulturelle Angelegenheiten, Abt. IV, in Wien, durch das Sächsische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit in Dresden, ferner durch das Hauptamt für Technik im NSBDT in München, durch die Arbeitsgemeinschaft der Hochschullehrer Österreichs, die Österreichisch-Alpine Montangesellschaft in Wien, den Bund der österreichischen Industriellen, Landesverband Steiermark, in Graz und dem Forschungs- und Ehrungsfonds des Forschungsinstitutes für Technikgeschichte gefördert. Nach dem Erscheinen hat auch noch die Gewerkschaft Radhausberg in Würdigung des guten Gelingens dieser technikgeschichtlichen Studie einen Druckkostenbeitrag gewidmet. Die Druckschrift fand in der Fachwelt die allerbeste Aufnahme.
Im abgelaufenen Jahre wurden außerdem noch die Vorarbeiten für die Herausgabe des 8. Heftes der „BfTG“ unter der Schriftleitung von Dr.-Ing. L. Erhard begonnen und nach dessen plötzlichem Tod wurde die Drucklegung dieses Heftes von dem Vorsitzenden des Forschungsinstituts Dr. K. Holey zu Ende geführt. Das nunmehr vorliegende Heft enthält außer der von Dr. K. Holey verfaßten Biographie über Ludwig Erhard einen Beitrag von Dr.-Ing. L. Erhard „Zur Begriffsbestimmung der Volkstechnik“, dem sich eine nach amtlichem Quellenstoff zusammengestellte Studie „Geschichtliches über die Linz—Budweiser Pferdebahn, die älteste deutsche Schienenstraße“ von Dr. K. Feiler anreiht. Eine aus dem Nachlaß des im Jahre 1938 verstorbenen Professors der Technischen Hochschule in Wien, Dr. 0. Dirmoser, erworbene Abhandlung berichtet über „Bahnbrecher auf dem Gebiet des Geschützwesens“; abschließend widmet Generalmajor a. I). Ing. A. Reutter den Brüdern Dirmoser ein Nachwort. Dieser Darstellung reiht sich ein ausführlicher Tätigkeitsbericht über die Jahre 1938, 1939 und 1940, sowie ein Entwurf eines Merkblattes zur Anlegung von Betriebsarchiven an.
Zur Vertiefung und Verbreitung des Begriffes „Volkstechnik“, eines bisher noch ziemlich unerforschten Gebietes der Volkskunde und der Technikgeschichte, wurden seitens des Forschungsinstitutes umfassende Arbeiten geleistet. Zunächst wurden Richtlinien zur genaueren „Begriffsbestimmung der Volkstechnik“ ausgearbeitet und mit einem Aufruf an die Landes- und Heimatmuseen mit der Bitte versendet, damit in den Sammlungsbeständen Nachschau nach Erzeugnissen der Volkstechnik gehalten werde, um auf diese Art einen Überblick über die noch in der Ostmark befindlichen Zeugen alter Volkstechnik zu gewinnen. Diese Anregung wurde von den in Betracht kommenden Stellen mit Verständnis und großem Interesse aufgenommen. Der wissenschaftliche Niederschlag dieser Bestrebungen ist im 5., 6. und 8. Heft der „Blätter für Technikgeschichte“ veröffentlicht. Die gründliche Erforschung und fachliche Würdigung der Volkstechnik bleibt der Technikgeschichte als neue wesentliche Aufgabe im Dienst der Volkskunde und der nationalen Technik Vorbehalten.
Das vom Forschungsinstitut gemeinsam mit dem Archivamt verfaßte Merk-
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