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Mitteilungen und Berichte.
blatt zur Anlegung von Betriebsarchiven wurde in dem Band 45 der „Archivalischen Zeitschrift 1 ', Nürnberg 1939, veröffentlicht. Dieses Merkblatt, das auf S. 85 der BfTG/8 abgedruckt ist, sollte den Industriekreisen die Bedeutung der Anlegung von Betriebsarchiven näherbringen und damit auch die Grundlagen für die Verfassung von Denk- und Festschriften der Industrien schaffen. In diesem Sinne sind Verhandlungen mit den beteiligten Kreisen gepflogen worden, die aber durch die Zeitereignisse unterbrochen und noch nicht wieder aufgenommen werden konnten. Zur praktischen Auswertung kam das Merkblatt bei der Anlegung des Werkarchivs der Vereinigten oberschlesischen Hüttenwerke A.-G. in Gleiwitz. Der vom Leiter des Forschungsinstitutes empfohlene und nach Gleiwitz berufene Ing. K. Tänzer wurde zunächst mit der Verfassung einer „Geschichte der oberschlesischen Eisenindustrie“ betraut und ist nun damit beschäftigt, das dortige Werkarchiv einzurichten. Desgleichen wurde auch der Direktion der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg für die Anlegung ihres Werkarchivs das „Merkblatt“ überlassen.
Wie schon in der Vergangenheit, so wurden auch in den Berichtsjahren die Karteien des Forschungsinstitutes, die ständig von Th. Stampfl ergänzt und weitergeführt werden und als Zentralnachweis für die ostmärkische Technikgeschichte gut bekannt sind, oft für wissenschaftliche Zwecke benützt. Den Kartei Vormerkungen werden fallweise Anregungen zur Aufnahme von Vorträgen entnommen. In den Berichtsjahren hat ein Radiovortrag in „Radio Wien“ von Prof. F. Schnabel, Heidelberg, über „Ferdinand Redtenbacher“ stattgefunden.
Im Tauschwege für die vom Forschungsinstitut herausgegebenen „Blätter für Technikgeschichte“ erhält das Institut wertvolle Fachzeitschriften und Druckwerke. Befreundete Persönlichkeiten und Stellen widmeten dem Forschungsinstitut mehrere Bücher technikgeschichtlicher Bedeutung. Eine Anzahl- von Druckwerken erhielt die Bücherei des Institutes von der Oberschule für Jungen in Klagenfurt, was besonders dankbarst begrüßt wird.
Schließlich sei noch erwähnt, daß der Sekretärin Th. Stampfl im Jahre 1939 vom Deutschen Museum in München ein Reisestipendium zum Studium des Deutschen Museums verliehen wurde. Die hierbei gewonnenen Eindrücke wurden bei ihrer Tätigkeit am Forschungsinstitut angewendet.
Der Vorsitzende des Arbeitsausschusses: Arch. Dr. K. Holey
Ord. Prof, der Technischen Hochschule Wien.
Der Leiter des Forschungsinstitutes: Dr.-Ing. L. Erhard t
Direktor des Technischen Museums i. R.