Geschichtliches über die Linz—Budweiser Pferdebahn.
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entfernten „Stationsorten“ (Budweis, Holkau, Angern, Kerschbaum, Lest und hernach Oberndorf, Linz/Urfahr) notwendig machten. Nach Inbetriebnahme des ganzen Schienenweges bis Linz am 1. August 1832 setzte alsbald auch die Personenbeförderung ein, zu deren Abwicklung das Unternehmen den Pächtern des Bespannungsdienstes ursprünglich eine zusätzliche ,,freye Benützung von Gesellschaftswagen oder Salzwagen zu Spazierfahrten (Bild 7 und 8) auf der Eisenbahn zwischen Urfahr—Linz, St. Magdalena und Oberndorf während des Frühjahres, Sommers und Herbstes“ zugestanden hatte. Auf Wunsch des „Publicums“ wurde
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Bild 7. Feierliche Eröffnung der Holz- und Eisenbahn Linz-Budweis.
Ankunft des österreichischen Herrscherpaares in St. Magdalena anläßlich der Befahrung der Strecke Linz—Auhof
am 21. Juli 1832.
(Nach einer zeitgenössischen Lithographie.)
der Heiseverkehr kurz darauf bis Budweis ausgedehnt und die zunächst nur fallweise veranstalteten ,,Eilfährten“ wurden bald zu einer Dauereinrichtung; am l. Mai 1836 nahm die Gesellschaft den Gesamtverkehr auch auf der Gmundner- strecke auf. Der „Transport“ umfaßte sowohl im Güterdienst wie nach der stärkeren Zunahme des Reise Verkehres später auch bei der Personenbeförderung die Gesamtzahl der zu einer Fahrt jeweils benötigten Wagen und war anfänglich auf der Linie Linz—Budweis so eingerichtet, daß von Linz aus täglich 32 Wagen mit einer „Totalladung von 1100—1120 Zentner (62—63 Tonnen)“ in einander in Abständen bis zu höchstens 150 Meter folgenden „Bezügen“ zu den von der Gesellschaft festgesetzten Zeiten gefahren wurden, wobei jedoch der Pächter von jeder Veränderung in der Wagengestellung ein Monat vorher verständigt werden mußte.
In der Verkehrsabwicklung traten auch späterhin keine wesentlichen Änderungen mehr ein. Mit Ausnahme der Wintermonate (Oktober—März), in denen die „Per-