Aufsatz 
Geschichtliches über die Linz-Budweiser Pferdebahn, die älteste deutsche Schienenstraße / von Karl Feiler
Entstehung
Seite
51
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Geschichtliches über die Linz -Budweiser Pferdebahn. öl

sonen-Bewegungen“ ruhten, fand auf der nördlichen Strecke in jeder Richtung täglich eine „Personenfahrt“ mit der Abfahrt um 5 Uhr früh und der Ankunft um 7 Uhr abends in den Endstationen bei einstündigem Mittagsaufenthalt in Kersch - bäum statt, wozu noch ein Frühzug von Lest nach Linz und ein Nachmittagszug zurück nach Lest kam. Zwischen Linz und dem etwa in 5 1 J 2 Stunden erreichbaren Gmunden verkehrten nach beiden Richtungen am frühen Morgen und Nachmittag je ein „Transport“, der wegen des großen Andranges von Reisenden auf der Strecke Linz-Lambach durch Beigabe von zusätzlichen „Bezügen“ entsprechend verstärkt

Bild 8. „Spazierfahrt" mil dem „Eisenbahn-Stellwagen."

Im Hintergrund die Stadt Linz.

(Nach einer zeitgenössischen Darstellung.)

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wurde; der Nahverkehr erfuhr eine Ergänzung durch zwei weitere Zugspaare in den Vormittag- und Abendstunden. Die Beförderung der Reisenden erfolgte in der Regel in „Eisenbahn-Stell wagen“, die bis zu 24 Personen faßten; doch konnten zahlkräftige Fahrgäste auch die behaglicheren, 6 bis 8 Sitzplätze aufweisenden „Separatwagen“ (Bild 9) der Gesellschaft, ja sogar die eigenen Kutschen in An­spruch nehmen, die auf besonders gebauten „Brückenwagen“, auch „Reisewagen“ genannt (Rollschemel), verladen wurden. Die „Separatfahrten“ durften grundsätz­lich nur im Anschluß an die fahrplanmäßigen Stellwagenfahrten unternommen werden, um den im Vorrang stehenden Güterverkehr nicht zu behindern. Mit dem regelmäßigen „Transport“ standen die „Landkutscher- und Stellwagenfahrten“ zwischen Budweis und Prag, Lest und Freistadt, von Lambach nach Salzburg und Ried sowie die Dampfschiffe auf der Donau und dem Gmundner See in Ver­bindung.