Geschichtliches über die Linz -Budweiser Pferdebahn. öl
sonen-Bewegungen“ ruhten, fand auf der nördlichen Strecke in jeder Richtung täglich eine „Personenfahrt“ mit der Abfahrt um 5 Uhr früh und der Ankunft um 7 Uhr abends in den Endstationen bei einstündigem Mittagsaufenthalt in Kersch - bäum statt, wozu noch ein Frühzug von Lest nach Linz und ein Nachmittagszug zurück nach Lest kam. Zwischen Linz und dem etwa in 5 1 J 2 Stunden erreichbaren Gmunden verkehrten nach beiden Richtungen am frühen Morgen und Nachmittag je ein „Transport“, der wegen des großen Andranges von Reisenden auf der Strecke Linz-Lambach durch Beigabe von zusätzlichen „Bezügen“ entsprechend verstärkt
Bild 8. „Spazierfahrt" mil dem „Eisenbahn-Stellwagen."
Im Hintergrund die Stadt Linz.
(Nach einer zeitgenössischen Darstellung.)
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wurde; der Nahverkehr erfuhr eine Ergänzung durch zwei weitere Zugspaare in den Vormittag- und Abendstunden. Die Beförderung der Reisenden erfolgte in der Regel in „Eisenbahn-Stell wagen“, die bis zu 24 Personen faßten; doch konnten zahlkräftige Fahrgäste auch die behaglicheren, 6 bis 8 Sitzplätze aufweisenden „Separatwagen“ (Bild 9) der Gesellschaft, ja sogar die eigenen Kutschen in Anspruch nehmen, die auf besonders gebauten „Brückenwagen“, auch „Reisewagen“ genannt (Rollschemel), verladen wurden. Die „Separatfahrten“ durften grundsätzlich nur im Anschluß an die fahrplanmäßigen Stellwagenfahrten unternommen werden, um den im Vorrang stehenden Güterverkehr nicht zu behindern. Mit dem regelmäßigen „Transport“ standen die „Landkutscher- und Stellwagenfahrten“ zwischen Budweis und Prag, Lest und Freistadt, von Lambach nach Salzburg und Ried sowie die Dampfschiffe auf der Donau und dem Gmundner See in Verbindung.