Aufsatz 
Bahnbrecher auf dem Gebiet des Geschützwesens / von Oswald Dirmoser
Entstehung
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Bahnbrecher auf dem Gebiet des Geschützwesens.

Entwicklungsperiode im Geschütz wesen. In der Mitte des* 19. Jahrhunderts machte sich fast überall das Bedürfnis nach weitertragenden und genauer schießen­den Geschützen geltend, als es solche mit glatten Rohren sein konnten. Auch ließ die zu jener Zeit erfolgte Entdeckung der Schießbaumwolle vermuten, daß neue

Bild 4 a. Liechtensteingeschütz.

Treibmittel eine bessere Ausnützung der Triebkraft und neue Sprengstoffe eine größere Sprengwirkung ergeben würden als das Schwarzpulver. Diesen Strömungen . Rechnung tragend, legte der mit der Führung der Geschäfte des Generalartillerie - Direktors betraute Feldzeugmeister Vinzenz Freiherr von Augustin einen Organisationsplan vor, der unter anderem auch die Vorbereitung eines neuen Ge­schützparkes und das Studium der Frage eines neuen Schießmittels zum Gegen-

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Bild 4 b. Liechtensteingeschütz.

stände hatte. Es war jedoch hierbei nicht an eine einfache Erneuerung des Ge­schützbestandes mit kleinen zeitgemäßen Verbesserungen gedacht, wie sie ja schon mehrfach im Laufe der Zeit vorgenommen worden waren, sondern an grund­stürzende Neuerungen, und zwar um so mehr, als zu jener Zeit schon die ersten gezogenen Geschütze mit Hinterladung und Langgeschossen auf den Plan traten.

Damit setzt die zweite Entwicklungsperiode im Geschützwesen ein, welche grundlegend Änderungen im Rohrbau, im Lafettenbau und in den Geschoßkonstruk­tionen, sowie in den Schieß-, Spreng- und Zündmitteln mit sich brachte und welche