Aufsatz 
Überflüssigwerden, reparieren und ermächtigen. Facetten eines anthropozentrischen Diskurses um die technische Ersetzung der Menschen / Martina Heßler
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Martina Heßler

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Heute

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Abb. 2 Bild der kybernetischen Fabrik, Quelle: Epoche Atom und Automation. Enzyklopädie des technischen Jahrhunderts,

Bd. VII, Kybernetik, Elektronik, Automation. Genf 1959, S. 39.

und Hoffnungen seitens der Unternehmen und Ingenieure wurde bereits einiges geschrieben, das Schlagwort der menschenleeren Fabrik wurde vielfach disku­tiert und es sollte nicht vergessen werden, dass es aus deren Sicht ein positives Szenario einer perfekt und effizient funktionierenden Fabrik war.

Die Visualisierung einer Vision einer kybernetischen Fabrik aus den 1950er- Jahren mag die positiv gedachte Idee der Ersetzung der Menschen noch ein­mal eindrücklich veranschaulichen (Abb. 2). Die Zukunftsvision ist eindeutig: Heute arbeiten die Menschen geschäftig in der Fabrik, wobei auffällt, dass sie bereits keine herstellenden oder produzierenden Tätigkeiten mehr ausfüh­ren, sondern Informations- und Kontrolltätigkeiten.Morgen arbeiten deutlich weniger Menschen in der Fabrik und eigentlich arbeiten sie nicht mehr, sondern

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