Aufsatz 
"...aber wenn du merkst, dass den männlichen Kollegen mehr zugetraut wird als dir..." :Arbeitskontexte, Erfahrungen und Interessen von Dissertant_innen an der TU Wien / Brigitte Ratzer, Bettina Enzenhofer
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Dissertant innen an der TU Wien

schaftliches Arbeiten als Grund für eine Dissertation genannt: Dissertantjn- nen haben das Ziel, als Wissenschaftlern zu arbeiten, wollen einen Beitrag zur Wissenschaft leisten bzw. an einer Universität forschen. Zwischen 40 und 50 Dissertantjnnen (10-1 2 Prozent) nennen zudem folgende Gründe: höhere Qualifikation/höheres Gehalt, persönliche Weiterentwicklung/Wissensdrang, gutes Klima in der Arbeitsgruppe/Universität als bekanntes Umfeld, Synergien zwischen Job und Dissertation/bezahlte Dissertationsstelle. Die überragend hohe Bedeutung des Interesses für das Dissertationsthema bzw. der Wunsch, sich weiterzubilden, zeigt sich auch in den Antworten auf die Frage, inwiefern bestimmte von uns vorgegebene Aussagen am Beginn der Dissertation für die Dissertantjnnen relevant waren: Die höchste Zustimmung gab es bei den Aus- agenmeine Dissertation dient dem eigenen Wissenszuwachs bzw. der persön­lichen Weiterbildung undich schreibe eine Dissertation, weil mich das Thema so interessiert.

Demgegenüber ist die Ablehnung von Aussagen wie z. B.ich schreibe eine Dissertation, um eine ,Pause 1 zu haben und darüber nachdenken zu können, was ich später machen will,in meinem Fach ist es eine Selbstverständlichkeit, eine Dissertation zu schreiben oderich hatte Role Models in der Familie, Ver­wandtschaft oder in meinem persönlichen Umfeld am größten.

Was Männer und Frauen unterscheidet

Letztere Aussage zeigt zudem einen signifikanten Zusammenhang mit Ge­schlecht: 69 Prozent der Männer (190), aber nur 53 Prozent der Frauen (63) geben an, keine Role Models gehabt zu haben, 19 Prozent der Männer (52) und 24 Prozent der Frauen (28) stimmen voll oder eher zu, auf Role Models zurück­blicken zu können. Ein weiterer signifikanter Zusammenhang mit Geschlecht ergibt sich aus den Antworten auf die AussageIch bin von meinem Betreuer/ meiner Betreuerin angesprochen worden, ob ich zu diesem Thema dissertieren möchte: 47 Prozent der Männer (129) aber nur 35 Prozent der Frauen (41) bejahen die Aussage, 53 Prozent der Männer (147) aber 65 Prozent der Frauen (77) verneinen sie. Das bedeutet, dass rund die Hälfte der Männer, aber nur ein Drittel der Frauen aktiv eingeladen wurden, ihre Dissertation am betreffenden Institut zu verfassen, ein Unterschied, der sich auch in der Literatur findet. 26 Ein dritter signifikanter Geschlechterunterschied konnte in der Frage gefunden

26 Husu, siehe Anmerkung 21, S. 38.

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