Aufsatz 
Making als Vermittlungsmethode zur genderinklusiven Berufsorientierung : Werkstattbericht zum Forschungsprojekt "NextGenLab" / Theresa Unger
Entstehung
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ForschungsprojektNextGenLab 1

Abb. 1 Analoge und digitale Werkzeuge werden gleichwertig präsentiert. © Paul Bauer

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Do-it-yourself und Making als Philosophie der Technikaneignung, des Presu­ming und Sharing 16 gelebt werden.

Auf handwerklicher bzw. maschineller Fertigungsebene ist das techLAB ausge­stattet mit verschiedenen 3D-Druckern sowie einem Lasercutter zum Schneiden und Gravieren diverser Materialien wie Papier, Holz oder Acrylglas. Mit Schnei­deplottern können Klebe- oder Textildruckfolien zugeschnitten und mit einer Transferpresse auf Textilien wie Baumwolltaschen oder T-Shirts sozusagen auf­gebügelt werden. Mithilfe von Open-Source Grafik- und CAD-Programmen wie Inkscape, Blender oder TinkerCAD können die Nutzer*innen die Objekte, die sie fertigen wollen, digital entwerfen, und dabei ihr digitales Verständnis und ihre Software Skills erweitern. Auch dem Thema Codieren und Programmieren kann niederschwellig begegnet werden. Das Arbeiten mit Mikrocontrollern und Ein­platinencomputern wie Arduino und Raspberry Pi ermöglicht zum Beispiel Phy- sical-Computing-Projekte 17 unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen, indem die­se Minicomputer auf einfache Weise programmiert und zu elektrotechnischen

16 Siehe Mark Hatch: The maker movement manifesto: rules for innovation in the new world of craf- ters, hackers, and tinkerers. New York u. a. 2014, S. 1 -2.

17 Physical Computing = Die Entwicklung von interaktiven Systemen mit Hard- und Software; vgl. Boy, Sieben, siehe Anmerkung 14, S. 13.

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