Aufsatz 
Making als Vermittlungsmethode zur genderinklusiven Berufsorientierung : Werkstattbericht zum Forschungsprojekt "NextGenLab" / Theresa Unger
Entstehung
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ForschungsprojektNextGenLab

bildung des techLAB: Projekte, die physisch umgesetzt werden, werden auf der Plattform dokumentiert, festgehalten und weitergegeben. Neben der Nut- zungs- und Dokumentationsebene soll die Plattform aber auch eine forschen­de Funktion erfüllen, indem sie die Möglichkeit bietet das Nutzungsverhalten der Besucherinnen zu analysieren: Wie bewegen sich die jungen Frauen und Männer durch diesen virtuellen - und physischen - Wissensraum? Lassen sich Unterschiede anhand der Geschlechter feststellen, und inwiefern kann die Ge­staltung der Plattform als Vermittlungstool darauf eingehen? Durch die Analy­se der individuell gewählten Pfade können die Prozesse der Kompetenzaneig­nung abgebildet werden. Diese Dynamiken im Detail nachvollziehen zu können, schafft die Möglichkeit, die Vermittlungsangebote - die Plattform selbst mitein­geschlossen - konkret weiterzuentwickeln.

Sowohl die Plattform wie auch die Vermittlungskonzepte werden in einem dialo­gischen, partizipativen Prozess - in Bezug auf einander, aber auch mit den Be­sucherinnen - während der Testphase in der Praxis erprobt und weiterentwickelt, durch eine formative Evaluation 27 begleitet, mit dem Ziel, in der Praxis bewährte Maßnahmen nachhaltig ins Vermittlungsangebot des TMW aufzunehmen.

Grundlagen der Vermittlung - Ermächtigung, Selbstwirksamkeit, Identifikation

Operativ wird das Vermittlungsprogramm von NextGenLab in sechs Betriebs­formen angesiedelt: dem offenen Betrieb, Programmschienen (die im Rahmen des offenen Betriebs stattfinden), Sonderveranstaltungen und Events, sowie außerhalb des freien Betriebs buchbare Workshops für Einzelbesucher*innen, Workshops für geschlossene Gruppen (z. B. Schülerinnen oder Lehrlinge), und Formate für Pädagog*innen, Ausbildnerinnen oder Coaches nach dem Prinzip train the trainer.

Durch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Vermittlungssituationen sind auch die Größenordnungen, in denenVermittlungskonzepte gedacht wer­den können sehr unterschiedlich - von einzelnen Tools, die im offenen Betrieb anwendbar sind, bis hin zu durchgeplanten Workshop-Konzepten. Um die Di­mensionen abzustecken, die auf unterschiedlichen Ebenen auf die Konzeption Einfluss nehmen, werfen wir noch einen Blick auf die inhaltlichen, didaktischen und formalen Grundlagen, auf denen das ausgearbeitete Programm für die Test-

27 Voraussichtlicher Abschluss der Evaluation: April 2021.

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