Leben auf Autopilot
die Welt verbindet. Das Handbuch bietet hierfür den dringend notwendigen, grundlegenden Überblick über die verschiedenen Ansätze im deutschsprachigen Raum.
Anne-Katrin Ebert Wien
Gerd Pfitzenmaier:
Leben auf Autopilot. Warum wir der Digitalisierung nicht blind vertrauen sollten. München: oekom Verlag 2016, 143 Seiten.
Das Buch von Gerd Pfitzenmaier beschäftigt sich mit der Digitalisierung und ihrer Auswirkung sowie mit technischen Entwicklungen und Fragen, wie sie unsere Gesellschaft verändern. Das Buch gliedert sich formal in sechs Kapitel, leider gibt es weder ein Vorwort noch eine Einleitung, in der der Autor uns seine Intention zum Buch verrät.
Im ersten Kapitel geht es um den Wert des Fortschritts, so auch der verheißungsvolle Titel, und wie die Künstliche Intelligenz (Kl) die Welt verändert. Es wird berichtet, wie Roboter den Menschen Arbeit abnehmen oder Algorithmen die Zukunft planen, ebenso von der immer größer werdenden virtuellen Schein- und Nebenwelt, in die sich immer mehr Menschen flüchten.
Pfitzenmaier führt Hitchbot, den humanoiden Roboter, der die Fähigkeit besaß mit Menschen zu kommunizieren, als geglücktes Experiment an und bezieht sich auf Raymond Kurzweil, der aufgrund des Moor’schen Gesetzes attestiert, dass Mitte des 21. Jahrhunderts die Kl der Rechner dem menschlichen Gehirn ebenbürtig werden. Bereits 2045 soll der vernetzte und selbst lernende Computer alles wissen. Festgehalten wird, dass Technik nie wertfrei ist.
Die neuen Technologien wirken sich auf das Verhalten der Menschen aus und es kommt zu einer zunehmenden Gefühlsarmut und Gleichgültigkeit des Menschen.
Der tagtägliche Umgang mit den, den Menschen immer ähnlicher werdenden, Maschinen und unserem Bestreben sich immer mehr mit ihnen zu verknüpfen, diese Faktoren wirken sich massiv auf den Menschen aus und beeinflussen unser Leben.
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