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kann, dass sie heterogen und flexibel einsetzbar sind anstatt bestehende (oder bereits überwundene) gesellschaftliche Macht- und Hierarchieverhältnisse zu manifestieren.“ (S. 6-7) Beispiele aus den bereits genannten Berlin, Braunschweig, Linz, aber auch der TU Ilmenau, Oldenburg, Hannover und München zeigen, dass der geforderte Paradigmenwechsel in den Ingenieurwissenschaften zumindest teilweise bereits eingesetzt hat.
Die Beispiele von der Johannes Kepler Universität in Linz (JKU) lassen zugleich auch erahnen, wie gewaltig die selbst gestellte Aufgabe der Vermittlung von Genderkompetenzen in den MINT-Fächern ist. An der JKU ist die Gender-Lehre für die Mastercurricula der technischen und naturwissenschaftlichen Fächer verpflichtend, in den Bachelorcurricula gibt es nur teilweise verpflichtende Lehrangebote. Die von Kerstin Palm vorgestellte Vorlesung zur Einführung in die Genderforschung der Natur- und Technikwissenschaften bietet einen fächerübergreifenden Husarenritt durch die drei Themenbereiche Women in Science and Technology, Science and Technology of Gender und Gender in Science and Technology. Jeder dieser großen Themenblöcke unterteilt sich in Beispiele aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Gendertheorien. Resümierend beschreibt Kerstin Palm ein ambivalentes Gefühl: Einerseits habe das positive Feedback und das Engagement der Studierenden ihr gezeigt, dass das Thema auf großes Interesse stoße. Andererseits biete die Form der Vorlesung nur einen ersten Anstoß, weitere Seminare zur Vertiefung und Festigung der Theorien und Ansätze aus den Gender-Studies würden indes fehlen.
Gewissermaßen als Kontrapunkt zur Linzer Vorlesung diskutiert Petra Lucht in ihrem Beitrag Praxisprojekte im Zertifikatsstudienprogramm Gender Pro MINT an der TU Berlin. Anhand von Beispielen aus der Medizintechnik, der Stadt- und Regionalplanung, der Physik, Landschaftsarchitektur und Informatik zeigt sie, wie der Blick auf die Artefakte die Einsicht in deren Geschlechterpolitik bzw. die „verdinglichten Geschlechteraspekte“ befördern kann. Anders als in Linz sind die Praxisprojekte im Berliner Konzept nicht auf die Masters beschränkt. Qualifikationsarbeiten von der Bachelor- bis hin zur Master- und zur Doktorarbeit können in den Projektwerkstätten erarbeitet werden. Die Integration von Genderkompetenzen in den Ingenieurwissenschaften ist - so macht dieses Handbuch deutlich - nicht nur ein work-in- progress, sondern auch eine vielschichtige Herausforderung, wenn sich mit den Gender-Studies nicht einfach nur ein zusätzliches Themenfeld, sondern der Anspruch auf die Vermittlung einer anderen Sicht auf die Dinge und
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