Heft 
2019: Band 81 (2019): Gender & Technik
Entstehung
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A fiumei magyar kereskedelmi tengereszet törtenete

Das Buch von Gerd Pfitzenmaier liest sich trotz oder gerade vielleicht wegen der meistens überspitzt formulierten Szenarien stellenweise spannend wie ein Hightech-Krimi und regt geneigte Leserjnnen zum Nachdenken über den gene­rellen Gebrauch unserer mobilen Kommunikation und der Datenverarbeitungs­technologie an. In der Natur des Menschen liegt auch seine Bequemlichkeit. Er neigt dazu, sich mit Hilfe von neuen Technologien sein Leben leichter oder vermeintlich besser zu machen, er sollte aber trotzdem seine natürliche Fähig­keit des logischen Erkennens von Zusammenhängen und Vernetzung nicht an Maschinen abgeben. Dieses Buch ist ein wunderbares Mittel sich dies wieder ins menschliche Bewusstsein zu rufen.

Bettina Jernej Wien

Märton Pelles, Gabor Zsigmond:

A fiumei magyar kereskedelmi tengereszet törtenete (1868-1918) - The Hun­garian maritime trade history of Fiume (1868-1918).

Budapest: Pro Pannonia Kiadöi Alapftväny 2018, 215 Seiten.

Die kroatische Hafenstadt Rijeka, die 2020 Europäische Kulturhauptstadt sein wird, war einst nach Bratislava und Budapest die drittstärkste Industriemetropo­le der ungarischen Reichshälfte der Habsburgermonarchie. Nach dem österrei­chisch-ungarischen Ausgleich wurde Rijeka, im Ungarischen und Italienischen Fiume, im Österreichischen auch St. Veit am Flaum, 1870 als corpus separatum der ungarischen Reichshälfte zugeschlagen und unter die Verwaltung eines di­rekt aus Budapest entsandten Gouverneurs gestellt. Der staatlich geförderte Ausbau von Hafen und Industrie der Stadt an der Kvarner Bucht und deren Anbindung an das Hinterland über Eisenbahnlinien setzte ein. In der österrei­chisch-ungarischen Doppelmonarchie waren Triest und der Österreichische Lloyd der Hafen und das Seehandelsunternehmen Österreichs, Fiume und die Adria Company der Hafen und das Seehandelsunternehmen Ungarns. Doch die beiden Adria-Häfen waren nicht nur Konkurrenten. Märton Pelles und Gabor Zsigmond zeigen in ihrer lesenswerten, umfangreich bebilderten ungarischen Seehandelsgeschichte Fiumes auf, wie Österreichischer Lloyd und die ungari-

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